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Landsberg

20.02.2018

Schlossberggarage: Viele Fragen bleiben offen

Am 1. April sollen die Sanierungsarbeiten in der Schlossberggarage in Landsberg beginnen. Die Tiefgarage ist dann für rund ein Jahr gesperrt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Infoveranstaltung zur Sanierung der Landsberger Schlossberggarage lässt unzufriedene Besucher zurück. Die CSU fordert freies Parken auf der Waitzinger Wiese.

Wie geht die Stadt Landsberg mit der fast einjährigen Schließung ihrer Schlossberggarage um? Aufschlüsse darüber sollte der Besuch einer Infoveranstaltung am Montag geben. Zurück blieben aber nach den rund eineinhalb Stunden Anwohner, Einzelhändler und Stadträte, die eigentlich nicht viel mehr wussten, als ohnehin schon. Lesen Sie hier, warum die Schlossberggarage rund ein Jahr lang geschlossen werden soll.

Dieses Angebot macht die Stadt den Dauerparkern

Darin liegt wohl auch begründet, dass die CSU-Fraktion nur wenige Stunden später einen Dringlichkeitsantrag an die Stadt richtete beziehungsweise an OB Mathias Neuner ( CSU), der bei der Informationsveranstaltung nicht dabei sein konnte. Fraktionssprecher Tobias Wohlfahrt weist darauf hin, dass die Vorschläge zur geplanten Parksituation, die an jenem Abend vom Technikvorstand der Stadtwerke, Norbert Köhler, vorgestellt wurden, von der überwiegenden Mehrheit der rund 60 Zuhörer „als sehr unbefriedigend“ empfunden wurde. Köhler hatte präsentiert, dass die Nachtparker, die ihre Autos nur nachts in der Schlossberggarage einstellen, je einen Platz in der bereits sanierten Lechgarage bekommen.

Die Dauerparker, die 14 Tagesstunden gebucht haben – vermutlich zum Großteil Menschen, die in der Innenstadt arbeiten – und diejenigen, die einen 24-Stunden-Stellplatz gemietet haben (in der Regel Innenstadtbewohner) haben es schwerer. Die 24-Stunden-Parker können mit ihrem Ticket zwar nachts ihr Auto in der Lechgarage einstellen, müssen tagsüber jedoch ganz normal bezahlen oder den Platz freimachen.

Was mit den Dauerparkern sei, die nicht einer Berufstätigkeit nachgehen, also Anwohner seien und das Auto nicht tagsüber woanders hinfahren, wollte eine Zuhörerin wissen. Köhler gab zu, dass es Härtefälle geben werde, denen man aber nachgehen will. „Wir nehmen das Thema mit“, versprach er, um sich sogleich Nachfragen stellen zu müssen, ob das nicht relativ spät sei, wenn die Garage am 1. April schließe.

Bei Veranstaltungen gibt es weniger Parkplätze auf der Waitzinger Wiese

14-Stunden-Parker werden während der Sanierungszeit eigentlich zu Kurzparkern und müssen sich den geltenden Regelungen stellen: entweder einen Platz in der Lechgarage zu den üblichen Konditionen nutzen oder das Auto zum Beispiel auf der günstigeren, aber weiter entfernten Waitzinger Wiese abstellen. Dort können bis zu 600 weitere Stellplätze geöffnet werden, allerdings nur in Zeiten, in denen der Festplatz nicht durch Veranstaltungen belegt ist. Dann bleibt es bei rund 200 Stellplätzen. Natürlich gab es Befürworter der Regelung, dass Platz in der Lechgarage vor allem für Kurzparker bereitgehalten werde.

Marc Schmid schilderte aus Sicht eines Einzelhändlers, der Ärzte, Apotheker und sonstigen auf Publikumsverkehr ausgerichteten Einrichtungen, dass funktionierendes Leben in der Stadt überlebenswichtig sei. „Das muss man positiver, auch über die Grenzen Landsbergs hinaus, kommunizieren“, forderte Michael Vivell. Auswärtige Besucher müssten Infos dahingehend bekommen, dass man trotz Tiefgaragenschließung in Landsberg willkommen sei und dass ausreichend Parkraum zur Verfügung steht.

So sehen die Forderungen der CSU aus

Für die CSU und weitere Stadträte der Landsberger Mitte und Grünen kein akzeptables Konzept. Berthold Lesch (CSU), Stadtplanungsreferent: „So verärgern wir die Bürger ohne Not.“

Diese für viele unbefriedigende Situation führte zu dem Dringlichkeitsantrag der CSU. Sie fordert, dass während der Sanierungsarbeiten der Schlossberggarage die Waitzinger Wiese „komplett und kostenfrei“ geöffnet werden soll. Dies sei entsprechend zu bewerben. Auch einen Slogan liefern die Christsozialen zu: „Parken Sie in Landsberg kostenfrei am Rande der Altstadt.“ Auch sollen die Kosten für den Einsatz eines Pendelbusses zum Sandauer Tor oder an die Ludwigstraße geprüft werden.

Zudem sollen Stadtverwaltung und Stadtwerke zusammen eine „akzeptable“ Lösung erarbeiten, die vor allem Dauerparkern eine Möglichkeit eröffnet, eine vorübergehende Stellmöglichkeit für ihre Fahrzeuge zu finden. Eine Möglichkeit wäre, ein „Jobticket“ für den Stadtbus (Linie 30) und für diejenigen Dauerparker, die ihr Fahrzeug tagsüber auf dem Park&Ride-Platz im Osten der Stadt abstellen sollen.

Berthold Lesch: „Die Stadt ist jetzt in der Pflicht.“

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