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22.02.2015

Schluckimpfung in der Ritterschwemme

Schon bevor der Ritterbock in die Krüge floss, konnte man das Starkbier beim Anzapfen durch Bürgermeister Wilhelm Lehmann sehen, weil es doch ein bisschen spritzte.
Bild: Ludwig Herold

In Kaltenberg wurde am Samstag das erste Fass angezapft

„Bei einem gastlichen Miteinander die freundschaftlichen Bande zu festigen und neue Kontakte herzustellen.“ Mit dieser Absicht hatte die Geschäftsleitung der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg zum traditionellen Starkbieranstich eingeladen. Dass die zahlreichen Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens diesem Wunsch der Gastgeber gerne folgten, bewiesen in der Ritterschwemme – dem Ort des Geschehens – die trotz etlicher krankheitsbedingter Absagen gut besetzten Tischreihen.

Sie alle verband das Ziel, bei köstlich-kräftigem Ritterbock die „fünfte Jahreszeit“ zu feiern. Dass ihnen dabei die berühmte „Schluckimpfung gegen die Frühjahrsmüdigkeit“ auch gut bekam, dafür sorgten die Schöffeldinger Musikanten.

Als Hausherr ließ es sich Prinz Luitpold nicht nehmen, die Gäste – unter ihnen die kommunalpolitischen Vertreter aus dem gesamten Landkreis sowie eine Reihe von „guten Bekannten und langjährigen Freunden des Hauses“ – persönlich auf Schloss Kaltenberg willkommen zu heißen. Allerdings musste er auch einräumen, dass von den 165 geladenen Gästen nur 120 der Einladung hätten folgen können. „Durch die Grippe haben wir heute – quasi last minute – eine ganze Reihe von Absagen gekriegt. Unter ihnen auch einige Bürgermeister sowie der Landrat und Alt-Landrat.“ Deshalb freue er sich, so Prinz Luitpold weiter, „dass wenigstens zwölf Gemeinden durch ihre Bürgermeister vertreten sind“. Wie wichtig ihm das Treffen sei, begründete Prinz Luitpold mit dem Hinweis: „Bei einer Maß Starkbier kann man das eine oder andere Problem parteiübergreifend besprechen, was sonst nicht immer möglich ist. Denn Bier ist, wie es so schön heißt, das Getriebeöl der Kommunikation. Es hilft, dass man wieder miteinander redet.“

Als Chef des Hauses Kaltenberg erinnerte Luitpold die Anwesenden auch an das Jubiläum „500 Jahre Reinheitsgebot des Bieres“ und sagte dazu: „Und wir haben das Reinheitsgebot erlassen.“ Überdies seien die bayerischen Brauereien seit 50 Jahren „das erste Mal die größten Biererzeuger in Deutschland. Wir haben die Nordrhein-Westfalen überholt und Bayern ist jetzt die Nummer Eins in der Bierproduktion.“ Als Grund nannte er die Qualität und Regionalität des bayerischen Bieres und ergänzte humorvoll: „Über entsprechende Preisaktionen können andere noch soviel nachlassen: Wenn’s Bier nicht schmeckt, dann saufen es die Leute nicht.“

Prinz Luitpold informierte die Gästen auch über die Strategie der Kaltenberger Schlossbrauerei: Nach einem Besuch 2014 in der Mongolei sei Kaltenberg dort seither auch „der erfolgreichste ausländische Bierproduzent“. Die nächste größere Produktion beginne im kommenden Sommer in China und im Herbst in Indonesien. „Wir sind also in Asien kräftig unterwegs. Wir schicken lieber gut ausgebildete Braumeister mit Hopfen, Hefe und Malz, weil das in Zeiten von Luftbelastung und CO2-Einträgen gescheiter ist, als die Flüssigkeiten über den Globus zu transportieren.“

Bevor Geltendorfs Bürgermeister Wilhelm Lehmann nach den Klängen des Defiliermarsches das erste Fass anzapfte, bedauerte auch er, dass so viele Eingeladene an Grippe erkrankt seien. „Ich selbst habe es schon hinter mir und ich stecke Sie auch nicht an“, versicherte er den Gästen. Für Stimmung sorgte im Laufe des Abends mit humorvollen Beiträgen auch Albert Donhauser aus Gröbenzell.

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