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11.03.2009

Schluss mit dem Rumdoktern

Der Dießener Gemeinderat hat das ewige Rumdoktern mit Funk- und Kupferprovisorien satt. Ein zukunftsträchtiges Breitbandnetz funktioniert nur auf Glasfaserbasis, so die Überzeugung des Gremiums. Wenn die Telekommunikationsindustrie seit Jahren nicht in die Gänge kommt und der Staat allenfalls wohlklingende bürokratische Monstren zu Wege bringt, will man sich die nötige Infrastruktur selbst verlegen.

Ein Befreiungsschlag

Die Gemeinderatssitzung am Montag wirkte wie ein Befreiungsschlag. Jetzt gilt es mit kühlem Kopf die nächsten Schritte zu überlegen. Klar ist, Breitband kann es nicht geschenkt geben und nicht jeder braucht (derzeit) das Glasfaser im Haus. Um Beiträge und Gebühren für ein kommunales Netz wird man nicht herumkommen - bei Telekom & Co. kostet es auch. Liegen die Kosten auf dem Tisch, wird sich zeigen, wer tatsächlich die vielen Megabit braucht und wer nicht. Aus Steuergeldern kann und darf das Glasfasernetz nicht finanziert werden. Zum einen fehlt es gerade in Dießen schlichtweg an diesem Geld. Zum anderen ist es keine Aufgabe der Allgemeinheit, Infrastruktur bereitzustellen, um Filme via Internet zu sehen, 400 Radiosender zur Auswahl zu haben oder um den Pflegedienst in die Lage zu versetzen, per Videokonferenz seine Patienten zu betreuen.

Auf Zuschüsse nicht verzichten

Daneben ist auch im Auge zu behalten, welche Förderprogramme die Breitbandstrategie der Bundesregierung in den nächsten Monaten zeitigen wird. Auf eventuelle Zuschüsse sollte vor lauter Tempo nicht verzichtet werden.

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