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23.07.2010

Schnelle und unbürokratische Hilfe

Landkreis Kinder und Jugendliche mit Behinderung sollen künftig in Oberbayern noch schneller und einfacher Hilfe und Unterstützung bekommen. Das ist das Ziel einer Kooperationsvereinbarung, die der Bezirk mit den 20 Landkreisen und drei kreisfreien Städten in Oberbayern geschlossen hat. Bezirkstagspräsident Josef Mederer und der Vorsitzende des Bezirksverbands Oberbayern des Bayerischen Landkreistages und Fürstenfeldbrucker Landrat Thomas Karmasin stellten die Vereinbarung vor.

Mit dem Vertrag soll das Verfahren, nach dem die Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderung gewährt wird, vereinfacht werden, heißt es in einer Pressemeldung des Bezirks. Hintergrund für die in dieser Form in Bayern einzigartige Vereinbarung: Nach dem Sozialgesetz sind sowohl die Jugendämter in den Landkreisen und kreisfreien Städten als auch der Bezirk für die Eingliederungshilfe zuständig - abhängig davon, welche Behinderung und welches Alter die Kinder und Jugendlichen haben. Das habe in der Vergangenheit oft zu Streit über die Zuständigkeit und damit auch über die Finanzierung der Eingliederungshilfe geführt.

"Mit dem Kooperationsvertrag wollen wir in Oberbayern solche Streitfälle vermeiden und Zuständigkeiten rasch klären", sagt Josef Mederer. Der Vertrag ist laut Karmasin ein großer Schritt in Richtung bürgernahe Verwaltung und weniger Bürokratie. So gebe die Vereinbarung unter anderem einen zeitlichen Rahmen vor, innerhalb dessen Anträge auf Eingliederungshilfe für alle Kinder und Jugendlichen mit Behinderung bearbeitet und die Hilfen gewährt werden müssen.

Über die Eingliederungshilfe werden Hilfs- und Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderung oder drohender Behinderung finanziert - etwa die Frühförderung für Kinder, bei denen Sorge um die weitere Entwicklung besteht oder der Aufenthalt in einer heilpädagogischen Tagesstätte für Schulkinder mit Behinderung. (lt)

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