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Wetter

02.09.2014

Schöne Aussichten im September, sagt die "Kräuterhexe"

Der Namensgeber des Altweibersommers sind nicht alte Frauen, sondern kleine Spinnen. Foto: Victoria Bonn-Meuser
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Der September soll laut Traudl Manka schön werden.
Bild: Victoria Bonn-Meuser dpa

Die Landsbergerin Traudl Manka ist auch als "Kräuterhexe" bekannt. Sie hat ihre eigene Methode, das Wetter vorauszusagen. Die September-Prognose hört sich gut an.

Wer glaubt denn noch dem Wetterbericht? Die aktuellen Prognosen sind ja auch nicht gerade erfreulich. Nach einem Sommer, der zumindest im August keiner war, hoffen jetzt viele auf einen goldenen Herbst. Sonnig, dann wieder bewölkt, gelegentlich trüb, später wieder klar und sonnig – so beschreibt die Landsbergerin Traudl Manka das Wetter im September. Vielen als „Kräuterhexe“ bekannt, bestimmt sie alljährlich im Herbst das Wetter für das kommende Jahr.

Derzeit ist Traudl Manka in der Nähe von Rimini in Italien. Eine Flucht vor dem schlechten Wetter hierzulande, wie sie sagt. Doch auch im Süden hatte sie kein Glück. Gestern zumindest regnete es heftig. Den regnerischen August hat sie übrigens vorausgesagt. Kühl und bewölkt, dazwischen Sonne steht auf ihrer Internetseite zu lesen. Das es meist nachts regnen werde, habe sich bereits im Herbst gezeigt.

Das Wetter bestimmt sie nach zwei Methoden

Traudl Manka bestimmt das Wetter nach zwei unterschiedlichen Methoden. Da ist zunächst die Wetterkerze. Deren richtiger Name lautet eigentlich kleinblütige Königskerze. Dem Volksglauben nach, zeigt sie das Wetter für das kommende Jahr an. Wie die Wetterkerze gelesen wird, da habe jeder eine unterschiedliche Herangehensweise. Traudl Manka hat folgende Leseart: „Ist im Mai der Blütenkranz geschlossen, wird das Wetter im folgenden Jahr im Mai nass und Kalt. Ist der Blütenkranz geöffnet und man sieht darum die leuchtenden Blüten wird der Mai im folgenden Jahr schön und warm.“ Genau so verhalte es sich mit den nachfolgenden von unten nach oben gelesenen Blütenkränzen. Jeder Ring ist ein Monat. Sind nur vereinzelt Blüten am Stiel, zeige sich das Wetter in diesem Monat wechselhaft.

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Doch Manka stützt ihre Vorhersage nicht nur auf die Wetterkerze. Sie beobachtet auch die Tierwelt genau. Fliegen die Störche früh in ihre Winterquartiere, folge meist ein kalter Winter. Eine große Anzahl an Nüssen auf den Bäumen sei ebenfalls ein Hinweis darauf. Und auch der Kuckuck dient als Wetterexperte. Hört man ihn im Frühjahr zum ersten Mal rufen, dann wird es danach keinen Schnee mehr geben. Oder: „So lange der Kuckuck nicht schreit, ist der Sommer noch weit.“ In Landsberg war der erste Kuckuck heuer am 22. April zu hören.

Viel Beobachtung aber auch viel Bauchgefühl und Erfahrung gehören für Traudl Manka dazu, wenn sie im Herbst das Wetter für das kommende Jahr bestimmt. Die Wetterkerze müsse spätestens Mitte August gelesen werden. Im vergangenen Jahr habe sie mit ihren Prognosen zu 90 Prozent Recht behalten. Ach ja: Ende September, Anfang Oktober sagt sie im Gebirge Schnee voraus. Schöne Aussichten. 

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