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Schondorf

29.10.2019

Schondorf braucht mehr Platz für die Kinder

Bislang wird der Schondorfer Nachwuchs im Kinderhaus betreut. Der Gemeinderat möchte nun das Kinderhaus in der Schulstraße erweitern, um mehr Platz für den Nachwuchs der künftigen Bewohner des Prix-Geländes zu schaffen.

Plus Das neue Wohnquartier auf dem Schondorfer Prix-Gelände wird auch junge Familien anlocken. Deshalb werden mehr Kindergartenplätze benötigt.

In Schondorf entsteht auf dem Prix-Gelände ein neues Wohnquartier. Dadurch werden zusätzliche Betreuungsplätze für den Nachwuchs der künftigen Bewohner notwendig. Auch wenn der Bebauungsplan noch nicht ganz fertig ist, beschäftigte sich der Schondorfer Gemeinderat schon jetzt mit einer Erweiterung des bisherigen Kinderhauses, wobei die Fragen eines Neu- oder Umbaus zu klären waren.

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Die Gemeinde ist Betreiber

Nach einer im vergangenen Jahr vorgestellten Demografie- und Folgekostenstudie werden für die Kinder des neuen Wohnquartiers weitere zwei Krippen- sowie eine Kindergartengruppe und eine Hortgruppe nötig. Bislang werden im Schondorfer Kinderhaus in der Schulstraße bis zu 100 Kinder in vier Kindergartengruppen und bis zu 20 Kinder in zwei Krippengruppen betreut. An der nahen Grundschule gibt es noch eine Hortgruppe und eine Mittagsbetreuung für die Schulkinder. Diese Einrichtungen betreibt die Gemeinde selbst.

Auf dem Prix-Gelände

Bürgermeister Alexander Herrmann (Grüne) schlug daher in der Sitzung vor, ein neues Haus auf dem Grundstück der Gemeinde im Prix-Gelände, schräg gegenüber des Kinderhauses zu bauen. Dort sollen dann eine neue Kinderkrippe mit vier Gruppen im Erdgeschoss Platz finden und im Obergeschoss zwei Hortgruppen entstehen. Im Bestandsgebäude würden dann nur Kindergartenkinder betreut werden. Die Hortgruppen sollten so konzipiert werden, dass die Räumlichkeiten auch als Wohnungen genutzt werden können, falls die jetzigen Grundschulen als Ganztagsschulen geführt werden müssen.

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Als Vorteil sah Herrmann, dass der Neubau ganz nahe dem auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegenden Kindergarten stehen würde, und man sich so zum Beispiel schnell einmal aushelfen könne. Da die Räume für die Kinderkrippe aus dem Jahr 2008 mit Zuschüssen der Regierung gebaut wurden, gebe es diesbezüglich noch Klärungsbedarf. Herrmann bat daher um ein grundsätzliches Einverständnis, dass sowohl mit der Regierung von Oberbayern als auch mit der Kindergartenaufsicht entsprechende Gespräche geführt werden dürfen.

Einigkeit über alle Fraktionen hinweg

„Wenn die neuen Wohnungen fertig sind, sind sofort auch Kinder da“, sagte Wolfgang Schraml (Freie Wähler). Dass die Gemeinde also bereits jetzt planen müsse, darüber herrschte in allen Fraktionen Einigkeit. Das Dachgeschoss eines Neubaus würde Stefan Birkner (CSU) gerne für Personalwohnungen verwenden, da es immer schwieriger werde, Personal für Kindergärten zu bekommen. Aus dem kommunalen Wohnraumförderungsprogramm „KommWFP“ könnten Zuschüsse fließen, hatte Herrmann schon in Erfahrung gebracht. Ob dies aber auch für Personalwohnungen gelte, müsse noch abgeklärt werden.

Die Alternative Hausmeisterhaus

Zweiter Bürgermeister Martin Wagner (CSU) sprach sich ebenfalls für einen Neubau aus, aber er haderte mit dem Standort. Alternativ brachte er das Hausmeisterhaus auf dem Kindergartengelände als Standort ins Gespräch. Wagner würde das Grundstück der Gemeinde auf dem Prix-Gelände lieber noch frei halten, da die Gemeinde nicht so viele eigene Grundstücke zur Verfügung habe. Auch Kurt Bergmaier (Freie Wähler) fand, dass die Gemeinde „schon noch anderen Bedarf“ habe. Es fehle zum Beispiel ein Gemeindesaal, sagte er.

Laut Bürgermeister Herrmann könne eine Erweiterung der Kinderbetreuungseinrichtung zwar auf dem bestehenden Gelände baulich noch untergebracht werden, ginge aber zulasten von Freiflächen für die Kinder. Die seien aber wichtig, deshalb müsste dann der Garten vergrößert werden.

Letztlich einigte sich der Gemeinderat darauf, eine Erweiterung des Kinderhauses in der Nähe des bisherigen Standorts anzustreben. Die Verwaltung wurde mit Sondierungsgesprächen beauftragt, und Förderungsmöglichkeiten sollen abgeklärt werden. Außerdem müsse geprüft werden, ob ein Architektenwettbewerb erforderlich wird.

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