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12.04.2018

Schondorf soll einen Wochenmarkt bekommen

Hingehen, Einkaufen, Ratschen: Ein Wochenmarkt soll

Am Wochenende auf einen Markt bummeln, Lebensmittel einkaufen und mit anderen ins Gespräch kommen: Das wünschen sich offenbar einige Schondorfer. Zum Start in die warme Jahreszeit brachte Bürgermeister Alexander Herrmann (Grüne) das Thema Wochenmarkt auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung und wurde mehrheitlich beauftragt, ein Marktkonzept zu erarbeiten und sich um potenzielle Fieranten zu kümmern.

Herrmann sagte, dass er das Thema angehen wolle. Es gäbe unterschiedliche Ideen für einen Markt, auf dem in der Hauptsache Lebensmittel aus der Region angeboten werden sollen. Der Betreiber des örtlichen Supermarktes sieht in einem solchen Markt auch keine Konkurrenz, betonte Herrmann. Außen vor lassen wollte er die Frage nach dem Standort und dem Zeitpunkt, da er dies mit möglichen Standbetreibern klären wollte.

Aber gleich zu Beginn der Diskussion gab es Gegenwind. Zweiter Bürgermeister Martin Wagner ( CSU) stellte nicht das Wo und das Wann zur Diskussion, sondern das Ob: „Wir haben eigentlich kein Problem mit der Nahversorgung“, sagte er. Ein Wochenmarkt sei so ein zusätzliches Thema, das sich die Gemeinde aufbürde. Auch Landwirte, die ihre Waren selbst vermarkten wollen, gäbe es in Schondorf eher nicht.

Rainer Jünger (CSU) sah einen Verein oder einen Unternehmer als geeigneten Veranstalter an. Die Gemeindeverwaltung wollte er mit der Organisation eines Marktes nicht belasten. Ein Wochenmarkt stärke den dörflichen Charakter, führte Stefanie Windhausen-Grellmann (Grüne) aus und stellte den Markt als Treffpunkt der Bürger heraus. Auch Helga Gall (Grüne) verwies auf den Uttinger Wochenmarkt als Treffpunkt und führte aus, dass „unsere Märkte am Bahnhof sehr beliebt“ gewesen wären.

Diese Märkte seien aber in der Regel in Feste eingebunden gewesen, schränkte Florian Gradl (Freie Wähler) ein. Als Bereicherung sah sein Fraktionskollege Kurt Bergmeier einen Markt. Für ihn ist der Bereich Ortsmitte am Bahnhof der richtige Platz, denn der Markt sollte nicht zu sehr abseits liegen. Es sei Aufgabe der Gemeinde, die Grundlagen dafür zu schaffen. Die Standortfrage wollte Herrmann noch nicht diskutieren, aber Florian Gradl hält auf den Wilhelm-Leibl-Platz für den geeigneten Veranstaltungsort. Er verwies auf die derzeit laufende Planung für das Bahnhofsareal, bei dem ein Markt bislang ja nicht vorgesehen ist. „Wenn wir das Marktrecht beantragen, müssen wir es auch machen“, warnte Wolfram Häberle (CSU). Früher habe viermal im Jahr ein Markt stattgefunden, zu dem die Fieranten dann nicht mehr gekommen seien. Herrmann bestätigte, dass bei bestehendem Marktrecht ein Markt regelmäßig stattfinden müsse. Das Marktrecht könne aber wieder zurückgegeben werden.

Er drängte zur Abstimmung, ob er ein Konzept für einen Markt erarbeiten und Werbeanzeigen für Fieranten schalten dürfe. Als Summe setzte er 1500 Euro an. Mit 9:5 Stimmen befürworteten dies die Gemeinderäte. Herrmann wird nun also ein Konzept erarbeiten.

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