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Welden

28.05.2015

Schwerer Abschied nach 18 Jahren

Bei der Verabschiedung in St. Stephan in Welden waren dabei (von links): Andreas Karg mit seinen Kindern Lena und Sebastian, Dekan Oliver Grimm, Stefanie Ruf, Dekan Oliver Grimm, Marina Ruf, Ingrid Hohenadl und Maria Karg.
Bild: Jessica Seelos

Andreas Karg hat sein Amt als Mesner in Welden aufgegeben. Künftig hilft die ganze Familie mit.

Nur 73 Einwohner zählt das kleine Dorf Welden bei Leeder in der Gemeinde Fuchstal. Doch es verfügt nicht nur über zwei Gasthäuser, sondern auch über ein aktives kirchliches Leben mit einem großen Gemeinschaftsgeist. In dessen Mittelpunkt steht das eigene Gotteshaus, die Filialkirche St. Stephan, die zur Pfarrei Leeder gehört. Das Amt des Mesners war hier zumindest die vergangenen 75 Jahre fest in Familienhand.

Wegen seiner Versetzung musste nun allerdings Andreas Karg schweren Herzens sein Amt abgeben, das er 18 Jahre lang ausgeübt hatte. Übernommen hatte er es 1997 von seinem Großvater Otto Karg, der bis zu seinem Tod 57 Jahre lang Mesner in Welden gewesen war. Andreas Karg hatte zu dessen Lebzeiten bereits als Ministrant und Aushilfsmesner gewirkt. Verabschiedet wurde Karg nun bei einem Gottesdienst durch Dekan Oliver Grimm und die Vorsitzende der Kirchenverwaltung Ingrid Hohenadl. Im Anschluss fand ein Empfang in der Garage der Familie Karg statt.

Obwohl man keinen offiziellen Nachfolger finden konnte, spielen die Kargs weiterhin eine wichtige Rolle in der Weldener Kirche. Andreas’ Vater Franz Karg und sein Bruder Thomas Karg wechseln sich zusammen mit Martin Schwer künftig als Mesner ab, seine Mutter Resi Karg ist für die Sauberkeit im Gotteshaus und das Aufziehen der Kirchturmuhr zuständig. Und da Martin Schwer wiederum Carolin Linder ehelichen wird, die eine Tochter des Mesnerpaars aus Leeder ist, sollte dadurch auch in Notfällen für Ersatz gesorgt sein.

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Beim Abschiedsgottesdienst in St. Stephan war auch Maria Karg, die Witwe von Otto Karg, als Lektorin dabei. Lediglich die beiden Ministrantinnen Stefanie und Marina Ruf stammen nicht aus Welden selbst, sondern aus dem auf der Strecke nach Leeder liegenden Wildbad.

Nicht gesondert erwähnen muss man, dass die Weldener ebenso bei der Instandhaltung ihrer Kirche wie zuletzt vor zwölf Jahren großen Gemeinschaftsgeist beweisen. Sie wirken auch über ihr Dorf hinaus aktiv im kirchlichen Leben von Leeder mit. Maria Karg war bis 2005 lange Jahre Pfarrgemeinderatsvorsitzende, aktuell ist es Dr. Doris Schwer, die Mutter von Aushilfsmesner Martin Schwer.

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