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25.07.2010

Schwieriger Weg zu einem "Weg für die Radfahrer"

Der Plan, entlang der Staatsstraße von Asch zur B17 und nach Seestall einen Radweg zu bauen, beschäftigte erneut die Fuchstaler Gemeinderäte. Foto: Andreas Hoehne
Bild: Andreas Hoehne

Fuchstal Nicht entscheidend weitergekommen sind die Fuchstaler Gemeinderäte mit ihrer schon vor langer Zeit ausgesprochenen Zielvorgabe, zwischen Asch und Seestall einen Radweg zu bauen. Bislang müssen die Radfahrer nämlich die Staatsstraße benutzen und sind dabei durch den Schwerlastverkehr in Richtung Holzwerke gefährdet. In der jüngsten Ratssitzung wurde - wie schon öfters vorher - über das Thema diskutiert, vor einer definitiven Entscheidung sollen jedoch nochmals weitere Informationen eingeholt werden.

Drei Varianten

Bereits im April 2009 hatten dem Gemeinderat drei Varianten für eine Trasse vorgelegen, seitdem war die Angelegenheit nicht mehr angesprochen worden. Anlass für Rat Johannes Wolffhardt, auf der Sitzung vor zwei Wochen den augenblicklichen Sachstand nachzufragen. Bürgermeister Erwin Karg informierte nun, dass eine Bezuschussung des Vorhabens aus Mitteln des "Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes" und eventuell auch durch den Landkreis möglich sei. Dies sei allerdings nur bei einem Verlauf des Weges unmittelbar entlang der Staatsstraße möglich.

Hierzu müsse man Grund in einer Breite von etwa fünf Metern erwerben, da der mindestens zwei Meter breite Radweg durch einen Drei-Meter-Streifen von der Straße getrennt sein muss, so Karg weiter. Eine frühere Schätzung hatte für Grunderwerb und Bauausführung etwa 500 000 Euro an Kosten genannt. Ins Spiel gebracht wurde von Rat Hans-Georg Füger die Varian-te, von Asch aus zwar bis zum Bahnübergang entlang der Staatsstraße zu fahren, dann jedoch Richtung Süden zum Wertstoffhof hin abzubiegen, um den dort vorhandenen und bereits asphaltierten Feldweg in den Eichwald zu nutzen.

Schwieriger Weg zu einem "Weg für die Radfahrer"

Notwendig wäre allerdings außerdem noch ein Weg auf der Westseite der Bundesstraße vom Hohenwart bis zum Römerkessel, denn nur hier gibt es eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer. Bei ihrer Behandlung im Jahr 2009 hatten die Räte diese Variante bereits diskutiert und negativ beurteilt, da der recht einsame Weg durch den Wald führt und deshalb unter Umständen von Frauen und Kindern gar nicht angenommen wird.

Grundsätzliche Bedenken

Vorgebracht wurden auch grundsätzliche Bedenken. Ob man denn für so etwas überhaupt Geld habe, fragte Rupert Turrina, und Heinz Nehrenheim wandte ein, dass womöglich gar kein großer Bedarf für diesen Radweg bestehe. Dritte Bürgermeisterin Franziska Welz meinte hingegen, es handele sich um ein Ziel, das man zu Beginn der Wahlperiode festgelegt habe, und es genüge ja letztlich eine einfache Bauausführung - etwa ein nur aufgekiester Weg. Einstimmig wurde Karg beauftragt, nun zunächst noch genauere Einzelheiten bezüglich der Kosten und möglicher Zuschüsse zu erkunden.

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