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Ammerseerenade II

28.08.2017

Schwingende Farben

Zwischen gegenständlicher und abstrakter Darstellung bewegen sich die Bilder von Karol Michalski.
Bild: Romi Löbhard

Die Ausstellung zur Musik in Achselschwang

Die Hauptwoche der Ammerseerenade 2017 ist nach dem zur Tradition gewordenen Prolog vor drei Wochen im Landheim Schondorf mit der Vernissage der begleitenden Ausstellung offiziell eröffnet.

Im ehemaligen Braunviehstall des Staatsguts Achselschwang, der während der Festivaltage organisatorischer Stützpunkt ist, stellen vier ganz unterschiedliche Künstler aus. Gemeinsam ist dem Quartett, dass es sich bei den zur Verfügung gestellten Werken an den Titel der Schau „Swinging Colours“ gehalten hat.

Da ist einmal das Schondorfer Ehepaar Gudrun und Hans-Jürgen Westphal. Beide haben sich der Glaskunst verschrieben. Von Gudrun Westphal ist Schmuck ausgestellt, Ketten mit großen eingefärbten Glasperlen, die an den Schmuck der britischen Premierministerin Theresa May erinnern. Die Künstlerin stellt aber auch feine Gebilde in außergewöhnlichen Formen aus. Hans-Jürgen Westphal zeigt Schalen und Vasen in kräftigen Farben, die in das formgeschmolzene Glas eingelagert sind. Beeindruckend sind die in farbiges Glas gegossenen Abdrücke seines Gesichts.

Der in München lebende und arbeitende Karol Michalski lässt die Farbe auf der Leinwand sprechen. Bei seinen ausgestellten großformatigen Arbeiten hat der Künstler einen Mittelweg zwischen gegenständlicher und abstrakter Darstellung gewählt. Sehr schön ist das bei der Komposition aus Seebildern zu sehen. Um eine Arbeit mit Segelbooten sind Wellenbilder drapiert, bei denen Michalski die Spachtel hat sprechen lassen.

Mit dem Finnen Jukka Rusanen wird das Band zu dem skandinavischen Staat hergestellt, der heuer im Dezember sein 100-jähriges Bestehen feiert. Auch dieser Künstler bewegt sich bei den zur Schau gestellten Werken auf einem schmalen Grat zwischen gegenstandslos und figürlich. „Skin“ beispielsweise ist hautfarben eingefärbte Leinwand, auf die Rusanen eine Figur gespachtelt hat, die erst beim Betrachten aus einiger Entfernung sichtbar wird. Das gilt auch für „Painters Jacket“, ein auf den ersten Blick düsteres Bild, aus dem sich das wahrscheinlich beim Hantieren mit Malmaterialien farbenfroh gewordene Jackett herausschält.

Eine weitere Reminiszenz an Finnland war die musikalische Umrahmung der Vernissage mit dem Duo Jazzango. Der Akkordeonist Vlad Cojocaru aus Moldawien und die finnische Sängerin Tuija Komi sorgten für fröhlich nordische Unterhaltung. (löbh)

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