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Feuerwehrhaus

19.10.2014

Sedlmayr vergibt Neuplanung während Lehmann im Urlaub ist

Das Geltendorfer Rathaus in der Schulstraße.
Bild: Thorsten Jordan

Architekturbüro aus Mauerstetten erhält den Zuschlag. Die CSU spricht von einem Gefallen für die Fraktion des Bürgermeisters. Ihr Antrag ist damit erledigt

Um eine Sache muss sich Geltendorfs Bürgermeister Wilhelm Lehmann (Unabhängige Bürger) nicht mehr kümmern, wenn er am Mittwoch nach vier Wochen wieder aus dem Urlaub an seinen Schreibtisch zurückgekehrt: Der Anfang August vom Gemeinderat ausgesprochene Auftrag, eine neue Planung fürs Geltendorfer Feuerwehrhaus machen zu lassen, ist vollzogen worden – von seinem Stellvertreter Robert Sedlmayr (ÖDP).

Um den Sachstand zum Feuerwehrhaus hatte es in den vergangenen Wochen einiges Rätselraten gegeben. Am 7. August hatte der Gemeinderat zwar die Verwaltung ermächtigt, einen geeigneten Planer mit einer groben Kostenschätzung für ein neues Raumkonzept zu beauftragen. Doch Bürgermeister Lehmann machte von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch. Lehmann ging dann in Urlaub. Sein Vize Sedlmayr konnte Ende September nur soviel berichten, dass Lehmann den Beschluss nicht vollziehe, weil er angeblich an einer „interessanten Sache“ dran sei. Was dahinterstecken könnte, blieb unklar.

Damit gab sich die CSU-Fraktion nicht zufrieden: Sie stellte den Antrag, der Gemeinderat solle beschließen, den Beschluss vom August auch zu vollziehen. Ein solches Votum war in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag dann nicht mehr notwendig. Denn inzwischen hatte Sedlmayr, wie er dem Gremium berichtete, die Planung an ein Architekturbüro in Mauerstetten vergeben. Dass man dieses beauftragen würde, hatte sich bereits bei einer Besichtigungsfahrt des Gemeinderats zu mehreren Feuerwehrgerätehäusern im Allgäu herauskristallisiert, wenngleich der Name des Büros im Beschluss vom August nicht ausdrücklich genannt wurde.

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Zuvor hatte sich Sedlmayr bei den Fraktionen noch rückversichert, ob die Beauftragung in Ordnung gehen würde, wie er berichtete. Dabei sei allgemein gewünscht worden, den Beschluss vom August zu vollziehen. Am Tag der Sitzung habe er den Planungsauftrag für die ersten beiden Leistungsphasen dann förmlich erteilt. Dreieinhalb Wochen lang seien dazu Gespräche gelaufen. „Ich denke, dass das zur Befriedung dieser Gemeinderatssitzung beigetragen hat, und ich hoffe, dass auch der Willi nicht beleidigt ist“, sagte Sedlmayr. Die Ideen des Bürgermeisters könnten ja noch in die Planung einfließen, meinte er.

Dass die Sache jetzt einen Schritt weiter ist, fand allgemeine Zustimmung im Gemeinderat, auch bei der Fraktion des Bürgermeisters. „Ich begrüße, dass er [Sedlmayr, d. Red.] die Unterschrift geleistet hat. Es ist nicht gut, wenn so etwas zweieinhalb Monate hinausgezögert wird“, erklärte jetzt auch Christian Engelstädter (Unabhängige Bürger). Engelstädter hatte in der vorangegangenen Sitzung geäußert, vier Wochen Wartezeit seien für ihn kein Problem, wenn der Bürgermeister in dieser Zeit eine Alternative fände.

Nicht nur Positives konnte Christian Scheifele (CSU) dem jetzt erfolgten Planungsauftrag abgewinnen. Er kritisierte, dass zuvor nicht mit der Feuerwehr gesprochen sei. Mit der nunmehrigen Beauftragung habe Robert Sedlmayr im Übrigen Lehmanns Fraktion einen Gefallen getan: Er habe ihr die Verlegenheit erspart, dem CSU-Antrag zustimmen zu müssen: Wäre der Antrag durch die Beauftragung nicht obsolet geworden, „hätte jeder mal die Hand hinauftun müssen“, sagte Christian Scheifele.

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