Newsticker

Mehr als 15.000: Daimler will wegen der Krise noch mehr Arbeitsplätze streichen
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Seltsame (Vorweihnachts-)Stimmung im Landsberger Stadtrat

Seltsame (Vorweihnachts-)Stimmung im Landsberger Stadtrat

Seltsame (Vorweihnachts-)Stimmung im Landsberger Stadtrat
Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
06.12.2019

In Landsberg ist es politisch gerade wenig besinnlich. Die Kandidaten für die kommende Kommunalwahl präsentieren sich ein wenig unüblich, findet LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger.

Ja – nächstes Jahr sind Wahlen und das wissen wir inzwischen alle. Und wenn wir es nicht wissen würden, dann merkt man es spätestens an der seltsamen Vorweihnachtsstimmung im Landsberger Stadtrat samt Oberbürgermeister und Bürgermeister. Das Getöse ist laut genug. Stadtrat Wolfgang Weißensee lässt sich gleich als Ersatz auf zwei Listen aufstellen, ein Vorgang den man so selten erlebt hat.

Keine Einladung an die Presse?

Oberbürgermeisterkandidatin Doris Baumgartl wird quasi nichtöffentlich nominiert, die UBV schließt die Presse bei der Nominierung aus und schickt nur eine Mitteilung. Und der sonst so umtriebige Kulturbürgermeister Axel Flörke gerät ins Rudern, weil ihm der Landsberger Oberbürgermeister die Verantwortung für die Landesausstellung überträgt. Und das alles wird offen und hart in der Öffentlichkeit ausgetragen. Ein Novum, denn noch im Dezember 2018 war Flörke für mehr Diskretion und sogar sauer, dass bei einer Versammlung in Sachen Urbanes Leben am Papierbach die Presse anwesend war. Er wollte lieber im kleinen Kreis debattieren. Jetzt geht er in Sachen OB und Landesausstellung selbst den Weg in die Öffentlichkeit und kritisiert Neuner massiv. Vor Wahlen sieht Loyalität unter Bürgermeistern halt anders aus.

Ein geschickter Schachzug

Was immer auch Neuner mit dieser Entscheidung bezweckt hat, sie ist ganz einfach ein sehr geschickter Schachzug. Er ist so nicht nur ein Thema los, das er als kritisch betrachtet, sondern verlagert die Verantwortung, ob die Landesausstellung nach Landsberg kommt, indirekt auf den Kulturbürgermeister. Der sollte jetzt statt zu lamentieren, die Chance sehen, ein Projekt, das ihm so am Herzen liegt, zu einem positiven Ende zu bringen. Dass das viel Arbeit ist und eine sehr große Herausforderung, war klar.

Aber gerade Flörke hat immer gesagt, dass man diese Landesausstellung braucht. Jetzt kann er dem OB zeigen, wie das geht. Ob er das dann nach der Wahl auch macht, wird eine spannende Frage sein. Das sollte für Bürgermeister und Oberbürgermeister in Landsberg viel interessanter sein. Gegenseitige Attacken sind da nicht so förderlich.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren