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Junge Musikerin aus Pürgen

26.05.2016

Sie ist ein Multitalent

Lena Maier ist in der Landsberger Musikszene kein unbeschriebenes Blatt. Mittlerweile spielt die Saxofonistin aus Pürgen vor allem in München.
Bild: Debora Mergler

Lena Maier spielt Saxofon, Schlagzeug und singt auch noch. Am Freitagabend stellt sie mit ihrer Band „Buck Roger an the Sidetrackers“ ihr erstes Album vor.

Lena Maier blickt auf eine lange Musikkarriere zurück und das gerade mal mit 24 Jahren. Mit neun Jahren beginnt sie in der Bläserschule Lechrain mit dem Saxofonunterricht. Schon recht früh macht sie erste Banderfahrungen, als ein paar ältere Herren sie in ihre Rockband mit dem Namen „Faltenrock“ aufnehmen. Da ist Lena gerade einmal 14 Jahre alt. Zwei Jahre später steigt die junge Frau aus Pürgen bei der Landsberger Band „Basement App.“ein. Heute spielt Lena Maier bei „Buck Roger and the Sidetrackers“, einer Münchner Band, die mit amerikanischen Swing und Rock ’n’ Roll, gemischt mit Pop und Folk, aufwartet.

Als einzige Frau neben fünf männlichen Musikerkollegen fühlt sich die Saxofonistin wohl. „Ich bin es ohnehin gewohnt, viele Männer um mich zu haben. In meinem Studiengang Luft- und Raumfahrt gibt es nicht viele weibliche Personen“, sagt Maier. Aber eine Band ist ihr nicht genug. Nebenbei spielt sie noch in zwei weiteren Formationen, bei denen ausschließlich Frauen auf der Bühne stehen: den „Munich Allstars“ sowie den „Daisy-Ultras“. Lena greift hier allerdings nicht zum Saxofon, sondern sitzt am Schlagzeug. Lena Maier geht als musikalisches Multitalent durch. Denn bei „Buck Roger and The Sidetrackers“ singt sie auch. Dass all ihre Engagements manchmal ein bisschen stressig werden, gibt sie offen zu. „Teilweise bräuchte die Woche wirklich zehn Tage“, sagt Lena Maier.

Heute steht für sie und ihre Bandkollegen eine besondere Premiere an. Heute wird das erste Album mit elf Tracks präsentiert. Frontman Buck Roger hat anlässlich zum Release gleich mal ein eigenes Label gegründet. Zu ihrem Titelsong The Road hat die sechsköpfige Band sogar ein Musikvideo gedreht, das auf youtube.de zu sehen ist. Zwei Tage lang wurde für das Vier-Minuten-Video gedreht.

Sie ist ein Multitalent

Unmittelbar nach Ende der Dreharbeiten stand dann auch gleich noch ein Auftritt in einer Münchner Jazzbar an, wo die Band jeden letzten Samstag im Monat zu hören ist. „Buck Roger and The Sidetrackers“ mischen ihren Swing und Rock ’n’ Roll mit Pop und etwas, das an unverfälschten Folk erinnert, wie sie sich selbst beschreiben. Sie verbinden die 40er-, 50er- und 60er-Jahre miteinander. Sie spielen selbst komponierte Songs und covern zum Teil. Wiedererkennungswert ist garantiert, denn in nicht vielen Bands gibt es sechsstimmigen Sound mit Akkustikgitarre, Trompete, Saxofon, Kontrabass, Schlagzeug und auch Geige.

Wie gut „Buck Roger and the Sidetrackers“ beim Publikum ankommen, beweist die Auszeichnung als Publikumsliebling beim Bandcontest Emergenza 2015 in München. Lena schwärmt, dass es das schönste Kompliment ist, „wenn die Leute uns zum ersten Mal hören und nach unseren Auftritten zu uns kommen und sagen: ’sau cool, wir kommen wieder’“. Und Lena Maier hat eine kuriose Anekdote: „Einmal sind wir von einem Auftritt nach Hause gefahren und direkt in einen Stau geraten. Es war bereits Nacht und der Vollmond am Himmel. Ewig ging nichts mehr weiter, also sind wir ausgestiegen, haben unsere Instrumente ausgepackt und einfach angefangen, auf der A8 zu spielen. Zum Glück sind wir bei unseren Instrumenten nicht auf Strom angewiesen.“ 

Am Freitagabend steht für „Buck Roger and The Sidetrackers“ die Vorstellung des neuen (ersten) Albums an. Los geht’s um 20 Uhr im „Strom“ in der Lindwurmstraße 88 in München.

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