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30.04.2015

Sie liebten und sie stritten sich

Vier Monate Haft nach Faustschlag

Sie liebten sich, sie beschimpften sich und im August vergangenen Jahres soll der 44-Jährige seine 55 Jahre alte Lebensgefährtin mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Die Handgreiflichkeit, die sich in Landsberg zutrug, brachte der Frau eine leichte Verletzung im Gesicht ein und dem Mann bei der Verhandlung am Amtsgericht in Landsberg eine Haftstrafe von vier Monaten.

Der Angeklagte legte erst nach einigem Hin und Her, vier Zeugenaussagen und einem Rechtsgespräch ein Geständnis ab. Die Auseinandersetzung hatten zwei Männer, einer davon ein ehemaliger Freund der Frau, nur teilweise mitbekommen. Demnach wollte der Angeklagte die 55-jährige Putzfrau an ihrer Arbeitsstelle abholen. Als sie vor der Türe eine Zigarette rauchten, soll er nach einem kurzen Streit zugeschlagen haben. Wenig später rief die Frau die Polizei und sperrte sich in ihrer Arbeitsstelle zweieinhalb Stunden vor Dienstschluss ein. Sie sei dort allein gewesen und habe Angst vor ihrem Freund gehabt.

Den Faustschlag leugnete der 44-Jährige lange. Erst als ihm bei einem Geständnis eine „milde Strafe“ in Aussicht gestellt wurde, wich er von seiner Version ab, er habe die Frau lediglich an der Schulter gepackt. Richter Andreas Niedermeier und Staatsanwalt Markus Eberhard gefiel die „hohe Rückfallgeschwindigkeit“ des Angeklagten nicht. Ihm war erst im Juli 2014 wegen Beleidigung, Bedrohung und Sachbeschädigung eine Bewährungsstrafe aufgebrummt worden. Der Richter legte den Strafrahmen für Körperverletzung und Beleidigung auf vier Monate fest. (eh)

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