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Festakt in Landsberg

21.07.2017

Sie prägen die Kultur in der Stadt

Bei der Verleihung im Rathausfestsaal: (von links) Oberbürgermeister Mathias Neuner, Kurt Tykwer, Marianne Lösch, Johannes Skudlik (für seinen Vater Henryk Skudlik) und Kulturreferent Axel Flörke.
Bild: Thorsten Jordan

Seit heute Abend gibt es drei neue Träger der Dominikus-Zimmermann-Rocaille. Sie haben so manches gemein.

Sie alle sind keine gebürtigen Landsberger. Was sie sonst noch eint, ist ihr kulturelles Engagement, das sie seit ihrer Ankunft in der Stadt am Lech gezeigt haben. Dafür sind Marianne Lösch, Henryk Skudlik und Kurt Tykwer heute Abend bei einem Festakt im Festsaal des Historischen Rathauses mit der Dominikus-Zimmermann-Rocaille in Silber ausgezeichnet worden.

Die Rocaille verleiht die Stadt in Silber und in Gold. Träger sind Persönlichkeiten, die sich „in besonderem Maße und von regionaler Bedeutung“ in und für Landsberg um die Förderung des künstlerischen und kulturellen Lebens oder um die Entstehung von neuen künstlerischen Projekten einsetzen. Zudem müssen sie sich durch fortwährende Umsetzung und Sicherung dieser Projekte oder durch eigene künstlerische oder kulturelle Leistung sehr verdient gemacht haben.

Beim Festakt übernahm Oberbürgermeister Mathias Neuner die Begrüßung der Gäste und betonte dabei, wie wichtig Kultur und deren Kreativität für das Miteinander in einer Stadt wie Landsberg ist. Als Laudator würdigte Kulturreferent und Dritter Bürgermeister Axel Flörke die Geehrten – mitunter mit sehr persönlichen Worten:

Marianne Lösch Ihr Lieblingsinstrument ist die Orgel. Doch die Leidenschaft der freiberuflichen Musikerin, die seit 2006 zuerst in Weil und mittlerweile in Landsberg lebt, ist die Chor- und Orchesterleitung. Kinder und Jugendliche mit Spaß und Freude für Musik zu begeistern, ist ihr Anliegen. Darüber hinaus ist es ihr wichtig, Musiker zu vernetzten, was ihr mit der Aufführung von Brittens „Noahs Flut“ im Rahmen der Europatage der Musik, mit mehr als 200 Mitwirkenden unter ihrer musikalischen Leitung, eindrucksvoll gelungen ist.

Henryk Skudlik Die Auszeichnung nahm der international tätige Organisten und Landsberger Kantor Johannes Skudlik für seinen Vater entgegen. Henryk Skudlik, der Anfang Juli seinen 90. Geburtstag feiern durfte, hat ein Zeichen seines Wirkens mit dem Todesmarsch-Denkmal an der Neuen Bergstraße geschaffen. Er setzte sich aber auch für soziale Projekte wie den „Runden Tisch Asyl“, die „Debatte“-Reihe oder das „Shanti Daam“ in Goa ein. Skudlik kam 1983 nach Landsberg, wo er bis 1990 als Kunsterzieher am Ignaz-Kögler-Gymnasium tätig war. In seinem Ruhestand war er freiberuflicher Künstler.

KurtTykwer Mit ihm wurde noch ein Vater eines bekannten Sohnes ausgezeichnet. Tom Tykwer war Regisseur bei „Lola rennt“, „Das Parfum“ oder „Cloud Atlas“. Sein seit 2004 in Finning lebender Vater Kurt rief 2007 das Filmforum im Stadttheater ins Leben. Dort zeigt er künstlerisch hochwertige Filme. Er gilt in Sachen Film als graue Eminenz mit einem unheimlichen Fachwissen. Doch nicht nur der Film interessiert ihn. Zusammen mit dem Maler Eric Gand gründete er zudem den „Kunstraum Schwifting“, eine Galerie für zeitgenössische Kunst.

Die musikalische Gestaltung übernahmen der Landsberger Jugendchor unter der Leitung von Marianne Lösch, Maria Ruf an der Marimba und Michael Lauterbach am Klavier, der extra für Kurt Tykwer Filmmusiken spielte. (wu)

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