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Dießen

15.01.2018

Sie tragen den Namen Dießen nach außen

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Erfolgreiche Fußballerinnen, Triathleten, Tennisspielerinnen und ein Degenfechter wurden beim Neujahrsempfang in der Marktgemeinde Dießen geehrt.

Beim Neujahrsempfang ehrt die Gemeinde sportliche und engagierte Bürger. Kirsch referiert über die Gemeindepolitik.

Seit einigen Jahren hat beim Neujahrsempfang in Dießen neben der Sportlerehrung und der Ehrung von ehrenamtlich tätigen Mitbürgern ein weiterer Aspekt an Bedeutung gewonnen: Junge Kulturschaffende aus der Region nutzen das Podium, um zu zeigen, was sie können. Am Samstagabend bezauberte ein Streicherensemble der Musikschule Landsberg mit den Musikern Christof Berghoff (Violine), Theresa Kiemer (Violine), Hannah Bauer (Viola) und Jakob Noll (Cello) das Publikum im Traidtcasten.

Erinnerung an die Verstorbenen

Gedacht wurde auch verstorbener Bürger. Bürgermeister Herbert Kirsch erinnerte an Robert Kunschak, der 50 Jahre die Geschicke des Alpenvereins geprägt hatte, an den Keramiker und Musiker Heinrich Seelos, ein „Dießener Original“, oder an Franz „Negus“ Steigenberger, der jahrzehntelang im Gemeinderat und in zahlreichen Vereinen viel Gutes bewirkt hatte.

Etwas kürzer als sonst, aber dafür eindeutig zuversichtlich, fiel der Blick in die Kommunalpolitik aus: „Wir werden heuer einen Kiosk bekommen, der jedem gefallen wird“, scherzte Kirsch mit Blick auf das lange Prozedere mit Bürgerentscheid und Architektenwettbewerb im vergangenen Jahr. Auch für die neuen Sozialwohnungen in Neudießen solle der Grundstein gelegt und nach Möglichkeit der Rohbau fertiggestellt werden.

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Die Ufermauer und der Radweg

Etwas länger, so Kirsch, werde allerdings die Neugestaltung der maroden Ufermauer dauern: „Das Landratsamt will ein Planfeststellungsverfahren.“ Ein klares Nein aus juristischen Gründen gebe es seitens des Ministeriums zum Radweg entlang der Birkenallee, „aber juhu“, so Kirsch, „der Radweg nach Raisting kann kommen!“

Dann ging es an die Ehrung der ehrenamtlich Tätigen und der Sportler, „die den Namen Dießen positiv nach außen tragen“, so Kirsch. Zu ihnen gehört die Triathletin Dr. Claudia Bregulla-Linke, die sich auch 2017 über eine sportliche Erfolgsserie freuen konnte.

Mit Michael Kramer hatte Kirsch erstmals einen Degenfechter auf der Bühne. Gleich zwei Teams schafften 2017 den Sprung in die Bayernliga: Das MTV-Tennisteam der Damen stimmte sein Mannschaftslied („Wir sind die Göttinnen in Weiß“) an. Und Nico Weis, Trainer der MTV-Fußball-Damen, scherzte, die größte Leistung der Herren-Fußballer sei gewesen, die Damen mit dem Fan-Bus nach Regensburg zu begleiten, wo diese sich unter großem Jubel in die Bayernliga kickten.

Anerkennung und Respekt

Zu den Ehrenamtlichen, die mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen ausgezeichnet wurden, betonte Kirsch, dass die Gemeinde deren Leistungen nie wirklich entlohnen könne. Anerkennung und Respekt sei die Währung. Nicht zu unterschätzen seien langjährige Tätigkeiten als Schriftführer oder Kassenwart. „Während ich als einfaches Mitglied die Angebote eines Vereins nutze, schaffen die Ehrenamtlichen die notwendigen Strukturen, damit alles funktioniert.“

Als eine „Institution bei der Wasserwacht“ bezeichnete Kirsch Schriftführerin Andrea Geyer, die vielen Dießenern als Schwimmlehrerin bekannt ist. Mit 15, so Geyer, sei sie in den Verein eingetreten, mit 17 hätte sie bereits im Vorstand mitgewirkt. „Und ich bleibe dabei, bis ich umfalle. Meine ersten Schwimmschüler bringen mir heute ihre Kinder“, freute sie sich. Georg Reindl von den Burgschützen brachte das Wesen des Ehrenamts im bayerischen Sprachduktus auf den Punkt: „Es geht ois, wann mer mog.“ Blumen und Gutscheine gab es für Christa Kaeßler, Rita Baur und Anna Abendthum. Die drei Damen schmücken und pflegen, als sei es eine Selbstverständlichkeit, die Josefs-Kapelle in Dießen, das Kriegerdenkmal in Dettenhofen beziehungsweise das Kriegerdenkmal in Dettenschwang.

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