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Freizeit

30.07.2020

Skater suchen eine neue Heimat

Ein möglicher Standort für eine Skateranlage in Landsberg: Der provisorische Parkplatz am Schlüsselanger.
Bild: Julian Leitenstorfer

Viele Landsberger Jugendliche wollen Skateboarden. Doch wo ist Platz für sie?

Die Landsberger Skater sind nach wie vor auf der Suche nach einer vorübergehenden Heimat. Vor einem Jahr wurde die Skateranlage am Inselbad abgebaut und im Bauhof eingelagert, weil der Platz für die Baustelle des neuen Lechstegs benötigt wird. Doch wohin mit den Skatern in der Zwischenzeit? Bislang wurde noch keine Lösung gefunden. Jetzt hat sich der Jugendbeirat mit dem Thema beschäftigt.

Ein geeigneter Standort für einen Skaterplatz beschäftigt den Jugendbeirat schon seit Jahren. Und so waren die Jugendlichen froh, dass sie zwischen Inselbad und Lechturnhalle einen Platz gefunden hatten, der sowohl zum Skaten als auch als Treffpunkt diente. Doch mit dem Neubau des Lechstegs wurde der Platz zum Baulager für die schweren Brückenteile. Dass die Skateranlage neben dem Inselbad wieder aufgebaut wird, ist mittlerweile eher unwahrscheinlich, sagte Zweiter Bürgermeister Moritz Hartmann (Grüne) in der Sitzung des Jugendbeirats. Denn der Bereich zwischen Bad und Sporthalle sowie zwischen Lechsteg und Infanterieplatz soll attraktiver gestaltet werden (LT berichtete). Und für eine Skateranlage sei da fast kein Platz mehr.

Doch die Landsberger Skater wollen nicht auf ihre Anlage verzichten. Vor einem Jahr hatten sich einige von ihnen für eine Verlagerung der Skateranlage an den Schlüsselanger (Bossewiese) eingesetzt. Dieser Standort wurde mittlerweile auf seine Eignung hin untersucht, wie Moritz Hartmann sagte. Dort, wo der provisorische Parkplatz an den Kreisverkehr in der Spöttinger Straße angrenzt, sei Platz für eine Skateranlage. Denn dieser Standort sei weit genug entfernt von der Wohnbebauung. Die Kosten, den Bereich zu asphaltieren sowie neue und alte Hindernisse (Obstacles) aufzustellen, schätzt die Stadtverwaltung auf rund 130000 Euro. Würden nur die bereits vorhandenen Obstacles verwendet, lägen die Kosten bei etwa 52000 Euro.

„Wir müssen eine Lösung finden“, sagte Stadträtin und Jugendreferentin Jennifer Lübke (Grüne). Nachdem sich ein Jahr nichts getan habe, würden viele Jugendliche nach Kaufering ausweichen oder sich andere Plätze im Stadtgebiet suchen. „Mich nervt, dass wir seit einem Jahr nur Luftschlösser bauen“, sagte Stadtrat Lennart Möller (Grüne), der ehemalige Sprecher des Jugendbeirats. Die Mitglieder des Jugendbeirats brachten andere Standorte in die Diskussion, etwa die Grünfläche zwischen Kühlmannstraße und Lech, den Parkplatz in der Max-Friesenegger-Straße oder das Jugendzentrum und asphaltierte Flächen im Frauenwald.

Einig war man sich am Ende der Diskussion, dass eine kurzfristige Lösung her muss. Standort und Qualität des Platzes seien nicht so wichtig. Geprüft werden soll nun auch, ob nicht eine Fläche vor dem Jugendzentrum in der Spöttinger Straße asphaltiert werden könnte. Denn schließlich soll für die Skateranlage nicht einfach eine grüne Wiese versiegelt werden. (wu)

Die Diskussion ist geschlossen.

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