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Ausstellung

08.11.2017

So bunt kann Blau sein

50 Künstlerinnen und Künstler reichten mehr als 100 Werke zur Ausstellung „Blau II“ im Blauen Haus ein. Die blauen Linolschnitte „My Crazy Girls“ von Babara Manns umrahmen Josef Thalhofers „Stille der Musik“(Bild unten).
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50 Künstlerinnen und Künstler reichten mehr als 100 Werke zur Ausstellung „Blau II“ im Blauen Haus ein. Die blauen Linolschnitte „My Crazy Girls“ von Babara Manns umrahmen Josef Thalhofers „Stille der Musik“(Bild unten).
Bild: Bäzner

„Blau II“ mit 50 Kunstschaffenden und 100 Exponaten

Im Blauen Haus in Dießen wurde am Wochenende die Ausstellung „Blau II“ eröffnet. 50 Kunstschaffende vom westlichen Ammersee zeigen in mehr als 100 Exponaten ihre Bilder, Objekte, Skulpturen und Installationen in allen Schattierungen der Farbe Blau.

Laudator Claus-Peter Lieckfeld griff den Titel „Blau II“ in seinem Gedicht auf und reimte in einer der zehn Strophen: „Lasst uns Blaue Fäden spinnen/selbst Starkstrombäume solln erblühn/ labyrinthisch, draußen, drinnen/blau entflammtes Alpenglühn.“ Dass der Autor dichterisch auch die Titel einiger Künstlerwerke verarbeitet hatte, bemerkte man amüsiert erst später.

Mit seinen Versen versetzte Lieckfeld das Publikum in eine ver-gnügliche Stimmung, die beim Rundgang noch besser wurde. Denn was man sah, war bemerkenswert, fast immer qualitätvoll und abwechslungsreich. Die Assoziationen zu Blau sind voller Facetten: In der Farbenlehre ist Blau eine kalte Farbe. Und doch gilt sie als Symbol für Harmonie, Zufriedenheit, Klarheit. Blau ist Melancholie (Blues in der Musik). Blau ist Romantik (Blaue Blume). Blau machen, blau sein, Blauer Montag …

All das drückt die Ausstellung im Blauen Haus in Dießen aus. Dazu trägt auch die Hängung der Bilder bei: Man musste nebeneinander und übereinander, von der Decke bis zur Sockelleiste, hängen, weil der Platz sonst nicht gereicht hätte („Petersburger Salonhängung“). So wird Blau im Rhythmus kleiner und großer, schmaler und runder Bilder bunt. Dazu die Skulpturen im Raum. Platz greifend und imposant ein „Blauer Mann“ von Josef Lang im großen Raum, im oberen Saal flache, mit kleinen Federn besetzte Schalen-Inseln als „Hort des Schutzes“ von Cornelia Rapp. Oder die beiden Holzskulpturen „Gedrehte Pappel“ und „Gravensteiner Apfelbaum“ von Hannes Kinau – garantiert aus dem heimischen Garten in Windach. Etwas versteckt in einer Ecke entdeckt man die interessanten Kuben aus Seidenorganza von Nani Wexler. Durchscheinend-grazil, aber streng in den Formen. Gegenstück dazu (wieder im unteren Saal) am Durchgang zum Kunst-Café platziert, die Filzobjekte von Trine Pesch.

„Blau II“ in Dießen, Prinz-Ludwig-Straße 23, ist noch bis einschließlich 19. November zu sehen, jeweils von 10 bis 18 Uhr, außer montags und dienstags.

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