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Prittriching

04.04.2019

So sieht das frisch sanierte Rathaus in Prittriching aus

Das Rathaus in Prittriching ist nun fertig saniert.
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Das Rathaus in Prittriching ist nun fertig saniert.
Bild: Thorsten Jordan

Zwei Jahre lang wurde in Prittriching das Rathaus-Ensemble umgebaut und saniert. Fünf Millionen Euro kostet das Projekt. Wann die Bürger jeden Winkel unter die Lupe nehmen können.

Die Zufriedenheit ist Bürgermeister Peter Ditsch anzumerken, wenn er über den Umbau des Rathauses in Prittriching spricht. Rund zwei Jahre wird es am Ende gedauert und fünf Millionen Euro gekostet haben. „Es hat erfreulich reibungslos funktioniert. Hinzu kam, dass wir viele Handwerker aus dem Ort beziehungsweise der Region beauftragt haben, die uns vergleichsweise faire Preise gemacht haben“, so Ditsch, der zugleich Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Prittriching ist.

Und dann seien da dank der guten Konjunktur noch die hohen Steuereinnahmen und die historisch niedrigen Zinsen, zu denen sich die Gemeinde Geld leihen konnte. „Mit einem Zinssatz von vier oder fünf Prozent hätten wir das Projekt nicht stemmen können“, sagt der Bürgermeister. Insgesamt 780.000 Euro flossen an Fördergeldern, unter anderem für den Einbau einer Pelletsheizung.

Der gute Zinssatz machte es möglich

Nötig wurde der Umbau des Rathauses aus mehreren Gründen. Zum einen war das Gebäude, das 1972 eingeweiht wurde, in einem energetisch schlechten Zustand und die Platzverhältnisse laut Ditsch für die zwölf Mitarbeiter der Verwaltung und ihn „sehr beengt“. Angedacht sei zunächst gewesen, die Apotheke und die Physiotherapie im gegenüberliegenden Ärztehaus unterzubringen. Das habe sich aber zerschlagen und den Handlungsdruck erhöht, erinnert sich der Bürgermeister. Zudem wollten sich sowohl die Apotheke als auch die Physiotherapie vergrößern. Und auch für das Archiv der Gemeinde musste eine neue Heimat gefunden werden. Dieses befand sich zuvor in der Schule. Dort wurden die Räumlichkeiten allerdings für die Mittagsbetreuung wieder benötigt.

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Im ersten Bauabschnitt wurde für die Apotheke ein Neubau errichtet und das Ober- und Dachgeschoss des Rathauses angepackt. Letzteres wurde in Ständerbauweise zu einem Vollgeschoss ausgebaut. Nach der Fertigstellung der Apotheke im März 2018 wurden die ehemalige Apotheke und die Räume der Verwaltung umgebaut. Zudem wurde der Anbau zwischen dem Rathaus und Gebäudeteil, in dem nun die Physiotherapie beheimatet ist, errichtet. Dort gibt es ein weiteres Treppenhaus als Fluchtweg sowie einen Fahrstuhl. Das Rathaus ist durch den Umbau barrierefrei zugänglich und hat Türen, die automatisch öffnen.

Das Archiv musste dreimal umziehen

Im März vergangenen Jahres wurde die Apotheke fertiggestellt. Dadurch konnten deren ehemalige Räumlichkeiten für die künftige Nutzung durch die Physiotherapie-Praxis umgebaut werden. Diese befand sich zuvor hinter der Sparkasse. Im Oktober vergangenen Jahres konnte die Praxis dann die neuen Räumlichkeiten beziehen und im Dezember vergangenen Jahres waren dann auch die Umbauten so weit abgeschlossen, dass die Verwaltung in die jetzigen Räume einziehen konnte. Diese war zeitweise teils im ausgebauten Dachgeschoss des Rathauses untergebracht. Auch die Sparkasse wurde modernisiert und eröffnete im Juli 2018.

Das Archiv, das dann bereits zum dritten Mal seit 1972 umgezogen ist, ist nun in Räumen der Verwaltung untergebracht, die laut Ditsch in den kommenden zehn Jahren wohl auch nicht benötigt werden. Neu sei auch, dass im Bürgerbüro nun zwei Bürger zeitgleich betreut werden können. Es habe zwar zuvor schon zwei Arbeitsplätze für Mitarbeiter gegeben, wegen des Datenschutzes durfte aber immer nur eine Person eintreten. Jetzt wurde eine Zwischenwand eingezogen.

Bekommt Scheuring einen hauptamtlichen Bürgermeister?

Auch für Scheurings Bürgermeister gibt es jetzt ein eigenes Büro. „Das war eine vorsorgliche Entscheidung und wird vielleicht interessant, sollte sich Scheuring für einen hauptamtlichen Bürgermeister entscheiden“, so Ditsch. Die für die Nachbargemeinde zuständigen Sachbearbeiter arbeiten in Prittriching.

Für Ditsch ist das Rathaus quasi sein zweites Zuhause. Im Jahr 1982 fing er als Geschäftsstellenleiter an und ist seit 2002 Bürgermeister. Er glaubt, dass er mit dem Projekt auch seinem Nachfolger – er tritt bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr an – einen Gefallen getan hat. „Zum einen ist Erfahrung bei solch einem Großprojekt wichtig und zum anderen muss ich niemandem mehr etwas beweisen. Bei einem neuen Bürgermeister hätten die Leute vielleicht geunkt, dass er sich damit profilieren will.“

Eine bestimmte Therapiepraxis kommt nicht

Im Mai eröffnet laut Ditsch eine Podologin (Fußpflege) in dem umgebauten Gebäudekomplex ihre Praxis. Einen Rückschlag musste der Bürgermeister bei den Planungen hinnehmen. Ein Ergotherapeut hatte Interesse an den Räumen bekundet, dann aber abgesagt, so Ditsch. „Das wäre eine tolle Ergänzung zu unserem medizinischen Angebot gewesen. Wir finden sicher noch einen Mieter für die letzte freie Fläche.“ Das Ergebnis des Umbaus können sich die Bürger bei einem Tag der offenen Tür am 30. Juni ansehen.

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