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Apfeldorf

21.03.2019

So soll die Trinkwasserversorgung verbessert werden

Um die Wasserversorgung in Apfeldorf zu verbessern, soll ein neuer Hochbehälter aus Edelstahl errichtet werden. Die Gemeinde hofft dabei auf hohe Zuschüsse.
Bild: Olaf Winkler (Symbolbild)

In Apfeldorf soll sich beim Thema Trinkwasser etwas tun. Was die Gemeinde genau vorhat und warum sich die Bürger auch in anderer Hinsicht freuen dürfen.

Der Apfeldorfer Gemeinderat hat eine Entwurfsplanung für einen neuen Hochbehälter in Auftrag gegeben. Die Gemeinde hat jetzt die Chance, an hohe Zuschüsse zu kommen, wenn alles planmäßig läuft, sagte der stellvertretende Bürgermeister Gerhard Schmid, der die jüngste Gemeinderatssitzung in Vertretung für den Rathauschef Georg Epple leitete. Einstimmig wurde beschlossen, dass für die Sanierung der Wasserversorgung ein Hochbehälter aus Edelstahl errichtet werden soll. Gleichzeitig sollen alle Möglichkeiten geprüft werden, wie die Gemeinde für das Projekt Zuschüsse erhalten kann. Erste grobe Schätzungen gehen laut Gerhard Schmid von Kosten in Höhe von rund einer Million Euro aus.

Bis zu 90 Prozent Zuschuss sind möglich

„Der Gesetzgeber hat nachgebessert“, sagte Gerhard Schmid zum Thema Zuschüsse. Die Richtlinien seien geändert worden – zugunsten der Gemeinde, die jetzt eventuell mit einer Förderung rechnen könne. Die Gemeinde falle nun unter die „Härtefallschwellen“, wie Diplomingenieur Wolfgang Buchner in der Sitzung sagte. Demnach seien für die Sanierung der Wasserversorgung Zuschüsse bis zu 90 Prozent möglich. Diese Nachricht wird vor allem die Apfeldorfer Bürger freuen, die dann für die Kosten aufkommen müssen. Denn die gemeindliche Wasserversorgung muss kostendeckend betrieben werden. Ob die Gemeinde für ihr konkretes Vorhaben jedoch die vollen Zuschüsse erhalten kann, muss erst geprüft werden. Schmid versprach jedoch: „Wir werden mit allen Mitteln versuchen, die Förderung zu bekommen.“

Wie die Sanierung der Wasserversorgung konkret aussehen soll, erläutere Diplomingenieur Buchner. Vorgesehen sei ein Edelstahlhochbehälter mit zwei Kammern. Er sei günstiger als ein Stahlbetonhochbehälter und müsse nicht saniert werden. Das Volumen sei groß genug bemessen, dass es für die nächsten 30 Jahren ausreiche. Man gehe aufgrund der Entwicklung der vergangenen Jahre davon aus, dass Apfeldorf dann rund 1270 Einwohner zähle. Es werde demnach ein Bedarf von 610 Kubikmetern am Tag angenommen, plus 150 Kubikmeter für mögliche Löscheinsätze der Feuerwehr.

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So sieht die Planung genau aus

Um dem gerecht zu werden, sei ein Behälter mit zwei Kammern von jeweils 400 Kubikmetern geplant. Aus dem Durchlaufbehälter werde dann das Ortsnetz gespeist. Dabei werde ein konstanter Druck erreicht. Im Baugebiet „Esele“, in dem die Bewohner oft über den zu geringen Druck klagen, sollen laut Gerhard Schmid künftig drei Bar erreicht werden – ebenso wie im Ortsteil Apfeldorfhausen. Dazu werde durch die Sanierung eine „ordentliche Löschwasserversorgung“ für die Feuerwehr erreicht. Damit der Druck an anderen Stellen im Ort nicht zu hoch wird, müssen zwei Druckminderer eingebaut werden.

Anhand einer Skizze zeigte Buchner den Gemeinderäten, wie der neue Hochbehälter aussehen soll. Es seien zwei zylindrische Bauwerke mit einer Höhe von 6,90 Metern vorgesehen, die vor Ort gefertigt und in Edelstahl geschweißt würden. Der Hochbehälter würde eine konstante Förderleistung erbringen und mit einem Notüberlauf ausgestattet werden. Die Reinigung erfolge eigenständig und automatisch. Mit einem Behälter dieser Art hätten verschiedene andere Gemeinden bereits gute Erfahrungen gemacht. Um den Hochbehälter herum müsste ein Gebäude errichtet werden. Ob in Holzständerbauweise oder in anderer Bauart, ist noch nicht geklärt.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten an der Apfeldorfer Wasserversorgung könnte auch gleich ein Notwasserverbund errichtet werden. Favorisiert wird ein Verbund mit Birkland (Ortsteil der Gemeinde Peiting). Der Apfeldorfer Hochbehälter könnte eventuell auf einem Grundstück oberhalb des Baugebietes „Esele“ errichtet werden. Das Grundstück müsste von der Gemeinde aber erst gekauft werden.

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