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Kaufering

21.07.2019

So wird Don Bosco in Kaufering erweitert

Lange wurde im Kauferinger Marktgemeinderat diskutiert, wie es mit dem Kinderhaus Don Bosco weitergeht. Nun ist eine Entscheidung gefallen.
Bild: Thorsten Jordan

Das Kinderhaus Don Bosco in Kaufering muss saniert werden. Jetzt steht fest, wie viel das kosten wird. Warum die Maßnahme teurer wird und wie der Zeitplan ist.

Es hat lange gedauert, bis der Kauferinger Marktgemeinderat eine Entscheidung traf. Bei einer Klausurtagung Ende September fiel sie dann aber doch: Das Kinderhaus Don Bosco wird generalsaniert und alle Mängel beseitigt. Jetzt wissen die Marktgemeinderäte, wie viel die Maßnahme kosten wird. Rund 2,9 Millionen Euro müssen investiert werden. Im September nächsten Jahres sollen Kinder und Erzieher in das erneuerte und erweiterte Haus zurückkehren. Bis dahin ziehen sie in die Mittelschule um.

Der Kindergarten war im Wahlkampf ein großes Thema

Der Kindergarten, der dringend saniert werden muss, weil die Fassade nicht fachgerecht abgedichtet worden war, war eines der großen Themen im Bürgermeister-Wahlkampf im Frühjahr vergangenen Jahres. Diskutiert wurde damals über eine Renovierung mit energetischer Sanierung und einen Neubau, der etwa drei Millionen Euro hätte kosten sollen. Jetzt liegen die Kosten für Sanierung und Erweiterung in dieser Größenordnung.

Für Generalsanierung, Beseitigung aller Mängel und Erweiterung um eine zweite Krippengruppe, hatte die Verwaltung ursprünglich knapp zwei Millionen Euro eingeplant. Warum nun gut 900000 Euro mehr ausgegeben werden müssen, erläuterte Andreas Giampa, der Leiter des Technischen Bauamts, in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats. Die Planung sei ausgefeilter, die Mensa doppelt so groß konzipiert, ein Intensivraum hinzugekommen und eine neue Küche notwendig geworden. „Die Fläche hat sich verdoppelt“, sagte Andreas Giampa. Hinzu kämen Preissteigerungen. Schließlich hätte bereits im vergangenen Jahr gebaut werden sollen. Mehr Geld müsse auch für die Haustechnik ausgegeben werden.

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Die Mensa verbindet die Gebäudetrakte

Die Planung für das neue Kinderhaus stellte Architekt Peter M. Gradl aus Schondorf vor. Künftig werde die Anlage aus zwei Flügeln bestehen: dem Bestandsgebäude und dem im Westen Richtung Norden geplanten Anbau. Das Bindeglied zwischen Alt- und Neubau sei die Mensa, die Gradl als eine Art „Dorfplatz“ bezeichnete. Im Anbau werde die zweite Krippengruppe Platz finden, mit Schlafraum, Toiletten und Intensivraum für die Betreuung kleinerer Gruppen. Dritte Bürgermeisterin Gabriele Hunger (CSU), die die Sitzung leitete, bezeichnete die Planung als „gelungen“. Vor allem die Mensa als Bindeglied gefalle ihr sehr gut.

In der Sitzung besprochen wurden auch die Stellungnahmen der Anwohner. Eine Nachbar hatte im Vorfeld den Bau eines Schuppens bemängelt, in dem Kinderwagen abgestellt werden können. Dieser würde die Grundstücksgrenze berühren. Wie Andreas Giampa sagte, habe er deswegen bereits mit dem Nachbarn gesprochen. Der Abstellraum werde an anderer Stelle errichtet.

Anwohner wollen Fällung von Buchen verhindern

Eine andere Stellungnahme beschäftigte sich mit vier rund 40 Jahre alten Buchen, die gefällt werden sollen. Das wollte ein Anlieger verhindern. Doch nach Ansicht der Verwaltung könne die Baumgruppe nicht erhalten werden, da sie direkt im Baufeld stünde. Marktgemeinderat Dr. Patrick Heißler (GAL) regte eine Ersatzbepflanzung an. „Zur Eröffnung können Sie ja einen oder mehrere Bäume pflanzen“, meinte Geschäftsstellenleiter Rainer Biedermann in Richtung der Gemeinderäte.

Mit 19:1 Stimmen beauftragte der Marktgemeinderat die Verwaltung, die nächsten Schritte zu gehen. Nun können unter anderem der Zuwendungsantrag fertiggestellt und der Bauantrag eingereicht werden. Im September startet der Kindergarten Don Bosco im Provisorium der Mittelschule (LT berichtete) gleich mit der zweiten Krippengruppe.

Die Rückkehr ist für das Jahr 2020 geplant

Ziel der Verwaltung des Marktes ist es, bis Weihnachten nahezu alle Gewerke zu vergeben, sodass spätestens im März nächsten Jahres mit den Arbeiten begonnen werden kann. Im September 2020 ist geplant, dass der Kindergarten wieder in das erneuerte und erweiterte Haus in der Hessenstraße zurückkehren kann.

Mehr zum Thema finden Sie hier: Don-Bosco-Kinder ziehen in die Schule um

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