Newsticker

Länder wollen Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten verlängern
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Sofia Kiemer eröffnet mit Anton Pfell die Münsterkonzerte

Dießen

20.02.2018

Sofia Kiemer eröffnet mit Anton Pfell die Münsterkonzerte

Sofia Kiemer und Anton Pfell sind am Sonntag zum Auftakt der Münsterkonzerte in St. Stephan in Dießen zu erleben.
2 Bilder
Sofia Kiemer und Anton Pfell sind am Sonntag zum Auftakt der Münsterkonzerte in St. Stephan in Dießen zu erleben.
Bild: Charly Kiemer

Eine junge Geigerin und ein Organist aus Herrsching und Andechs sind am Sonntag, 25. Februar, in Dießen zu erleben. Die musikalische Veranstaltungsreihe gibt es seit nun seit 20 Jahren.

Die Dießener Münsterkonzerte gehen mit großem Programm ins Jubiläumsjahr: Vor 20 Jahren wurde die Konzertreihe aus der Taufe gehoben. Zum Auftakt sind am Sonntag die junge Geigerin Sofia Kiemer aus Riederau und Ludwig Anton Pfell, der Organist in Herrsching und Andechs ist. Die Begegnung zwischen dem Ammersee-Westufer und dem Ammersee-Ostufer ist ein erlebnisreicher Konzertabend für Solovioline und Violine mit Orgel.

Musik zählt immer schon zu einem wichtigen Teil ihres Lebens, wie von Sofia Kiemer zu erfahren ist. Die junge Frau aus Riederau ist für ihre Einstellung und für ihre Liebe zur Musik mit dem Kulturförderpreis 2016 des Landkreises Landsberg gewürdigt worden. Das ist auch eine Auszeichnung für die Dießener Carl-Orff-Schule, die als Grundschule mit musikalischem Schwerpunkt einmal mehr zum Karrierestart von Berufsmusikern beitragen konnte. Sofia Kiemer besuchte 2005 bis 2007 die Carl-Orff-Schule, bevor sie ans Gymnasium St. Ottilien wechselte, wo sie 2015 das Abitur machte. Aufgewachsen ist die junge Frau im Raum München, seit einigen Jahren lebt die Familie in Riederau.

Pro Tag übt sie bis zu sechs Stunden

Sofia Kiemer gehört seit 2011 dem Bayerischen Landes-Jugendorchester an, seit 2014 der Neuen Philharmonie München. In Basel studiert sie bei Professor Rafaël Oleg. Die Hälfte des Bachelor-Studiengangs Geige mit Nebenfach Klavier hat sie absolviert. Fünf bis sechs Stunden Geige üben, gehören dazu. Für Sofia Kiemer ist dies keine Anstrengung, „wenn man am Morgen zwei oder drei Stunden übt und auch am Abend“. Daneben gilt es noch Nebenfächer wie Gehörkunde, Tonsatz, Chor, Instrumentenkunde oder auch Musikgeschichte zu lernen. „Bei uns sind auch Bewegungskurse wie moderner Tanz und historischer Tanz obligatorisch.“

Gibt es Augenblicke, in denen sie die Geige weglegen wollte? Nein, sagt Sofia Kiemer, nur kurz nach dem Abitur habe sie gehadert. Doch jetzt sei die Entscheidung gefallen. Zukunftswünsche: „Als Musiker mein tägliches Brot zu verdienen.“ Eine Orchesterstelle ist ein Ziel, Sofia Kiemer kann sich aber auch vorstellen, zu unterrichten. Und sie wünscht sich genügend Freiraum, um immer auch unterschiedliche Projekte verwirklichen zu können.

Pfell debütierte vor mehr als 20 Jahren als Operndirigent

Als Geigerin konzentriert sie sich auf Klassik, hört privat aber auch Jazz und elektronische Musik. Als Musikerin möchte sie ihr Repertoire aber nicht in andere Richtungen vertiefen. In der Klassik gebe es noch so viel für sie zu entdecken, sagt die junge Frau, „ich will mich nicht verzetteln“. In der Klassik ist das Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Epochen und Stilen weit. Eine spannende Melange ist auch das kommende Konzert, in dessen Programm dem Ernst Bachscher Musik – Sonaten Sonata No. 3E-Dur für Cembalo und Violine, gespielt mit Orgel und Violine sowie mit der Partita No. 3 E-Dur für Violine Solo – die Leichtigkeit Kreislerscher Werke – „Midnight Bells“ aus der Operette „Der Opernball” von Fritz Kreisler (1875-1962) in der Bearbeitung von Richard Heuberger (1850-1914) sowie Gipsy Serenade “La Gitana”, gegenübersteht.

Organist ist am Sonntag Anton Ludwig Pfell, der als Konzertmusiker und unter anderem in Passau, Linz, Innsbruck, München, Köln und Bayreuth gefragt ist. 1996 debütierte er als Operndirigent mit Verdis „La Traviata“ in Rumänien. Im gleichen Jahr war er Mitbegründer der Camerata Andechs, als deren musikalischer Leiter er sich intensiv der musikalischen Nachwuchsförderung widmet.

So geht es weiter

Die Münsterkonzerte warten zu ihrem 20. Jubiläum wieder mit vier sonntäglichen Matineen ein, beispielsweise am 1. Juli mit dem Organisten Ansgar Schlei. Am 22. Juli gibt es eine Begegnung mit dem Kirchenmusiker Hans Jürgen Huber und am 14. Oktober wird beim großen Herbstkonzert das Stabat Mater mit Julia Banse, dem Ensemble Lodron und dem Münsterchor unter der Leitung von Stephan Ronkov zu erleben sein.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren