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Sportschützen

09.05.2017

Sogar Olympiamedaillengewinner kommen

2014 fand das vorerst letzte Gauschießen in Großkitzighofen statt. Jetzt lässt Scheuring die Großveranstaltung wieder aufleben.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Nach drei Jahren Pause findet wieder ein Gauschießen statt. Am Freitag fällt der Startschuss in Scheuring.

Schon wieder rücken die Scheuringer Schützen in den Blickpunkt. Nach dem sportlichen Toperfolg mit dem Aufstieg der Pistolenmannschaft in die 1. Bundesliga sind jetzt die organisatorischen Fähigkeiten des Vereins gefragt. Die Lechrainer richten von Freitag, 12. Mai, bis Sonntag, 28. Mai, das 63. Gauschießen im Gau Landsberg aus, zu dem weit über 1000 Teilnehmer erwartet werden. Dabei gibt es zahlreiche Veränderungen gegenüber der bisher üblichen Praxis und ein attraktives Begleitprogramm.

Drei Jahre sind es nun schon wieder her, seit 2014 in Großkitzighofen mit 1650 Startern dieses Highlight für die Schützen im Gau Landsberg letztmals über die Bühne gegangen ist. Gauschützenmeister Peter Brich nennt Gründe für die immer häufiger auftretenden Pausen.

„In den letzten Jahren hatte sich leider die Tendenz durchgesetzt, dass bei unseren Vereinen trotz ansprechender Jubiläen auf die Durchführung eines ‚großen‘ Gauschießens verzichtet worden war. Der enorme Aufwand und nicht zuletzt die von den Veranstaltern in jeder Hinsicht zu tragenden Verpflichtungen und Risiken hatten dazu geführt, sich erst gar nicht für die Ausrichtung zu bewerben.“

Scheuring packt nach 1978 und 1993 aus Anlass des 50. Vereinsjubiläums nun zum dritten Mal ein Gauschießen an. Diesmal auch mit dem Ziel, neue Wege aufzuzeigen, damit dieser Höhepunkt möglichst fast alle Jahre wieder zum Terminkalender der Schützen gehört.

Was ändert sich oder ist neu?

  • Die Anzahl der Schießstände wird im Vergleich zur bislang üblichen Praxis in etwa halbiert. Dafür erhöht sich die Anzahl der Wettkampftage.
  • Zur Verfügung stehen 39 vollelektronische Stände im Schützenheim (20) und im Zelt nebenan (19). „Das Gauschießen ist damit auf Höhe des Zeitgeistes angekommen“, freut sich Gauschützenmeister Peter Brich über diese Topausstattung.
  • Anstelle den bisherigen Punkt- und Jubiläumsscheiben sowie der Blattlprämie gibt es nun einen sogenannten „Jackpot.“ Die Ausschüttung richtet sich neben einer fest zugesagten Mindesteinlage des Vereins nach der Anzahl der nachgekauften Serien. Der Nachkauf ist unbegrenzt. Für die Platzierung werden die drei besten Blattl jedes Starters addiert.
  • Um der Anfangsphase mehr Schwung zu verleihen, führt der Veranstalter für den Jackpot bereits bei Halbzeit eine erste Ausschüttung durch. Auch für die Meistbeteiligung der Vereine gibt es Halbzeitpreise.
  • Erstmals können Stände vorab für eine bestimmte Zeit per Internet oder Telefon reserviert werden.
  • Soweit es die Nachfrage zulässt, wird pro Schießtag während den ersten zwei Wettkampfstunden ebenso erstmals ein Lichtgewehr-Preisschießen ohne Munition für die Jüngsten angeboten. Dabei können Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis zwölf Jahren mit Einverständnis der Eltern ihre Treffsicherheit testen.
  • Und noch eine ganz grundsätzliche und sehr wichtige Änderung: Die Edelweiß-Schützen lassen sich nicht zusätzlich von ihrem Vereinsjubiläum stressen. Sie feiern ihr 50. Gründungsjubiläum erst 2018 mit dem Reservistenverein und den Scheuringer Böllerschützen.

Das bleibt

  • Der beste Teiler auf die Festscheibe bedeutet den Gaukönigstitel. Insgesamt werden in verschiedenen Disziplinen und Klassen erneut sechs neue Würdenträger ermittelt: Mit dem Luftgewehr bei Herren, Damen und Nachwuchs, mit der Luftpistole für Erwachsene und Nachwuchs, sowie für die Auflageschützen. Insgesamt ist die Festscheibe im Gegensatz zum Jackpot auf 110 Schuss (10 Einlage + 100 Nachkauf) beschränkt.
  • Auf die Festscheibe sind jede Menge attraktive Preise ausgesetzt. Für den Spitzenplatz mit dem Luftgewehr stellen die Scheuringer einen Preis im Wert von ca. 1800 Euro in Aussicht, mit der Luftpistole ca. 1500 Euro. Auch der Nachwuchs und die Auflageschützen können mit besten Ausschüttungen rechnen.
  • Bei der Einzelmeisterschaft, der Meisterscheibe und der Meisterprämie zählen in allen Klassen nur die erzielten Ringe. Bei den Auflageschützen wird die Zehntelwertung angewandt.
  • Die insgesamt 141 gemeldeten Mannschaften werden für ihren Wettbewerb auf Ringe in verschiedene Alters- und Leistungsgruppen eingeteilt.
  • Es gibt drei Ehrenscheiben für Luftgewehr, Luftpistole und Auflage zu gewinnen.
  • Auf die Vereine mit den höchsten Starterzahlen warten verschiedene Preise für die Meistbeteiligung. Ganz vorne gibt es 80 Liter Bier und ein Spanferkel. Für die stärksten Jugendmannschaften gibt es zudem eine eigene Anerkennung.
  • Ein absoluter sportlicher Leckerbissen dürfte einmal mehr vor einigen hundert Zuschauern zum Ausklang das Finalschießen am 27. Mai werden. Dafür qualifizieren sich in den fünf Wettbewerbsklassen jeweils die Teilnehmer, die mit Abschluss 26. Mai die höchsten Ringzahlen auf die Meisterscheibe erreicht haben.
  • Für den Schießsport sieht Gauschützenmeister Brich durch „die durchdachte Reduzierung in keinem Fall einen Rückschritt, denn es wird ein nach wie vor attraktives Schießprogramm mit einer ansprechenden Preistafel geboten“. Vielmehr geht es laut Brich darum „dieses Traditionsschießen neu zu beleben.“
  • Wichtiges Ziel des Veranstalters ist es laut Schützenmeister Franz Berghofer, trotz aller Änderungen „das besondere und unverwechselbare Flair des Gauschießens auf jeden Fall zu bewahren.“ Dazu soll auch ein Zelt neben dem Schützenheim beitragen, wo im beheizten Schützenstüberl für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt wird und die Möglichkeit zum Fachsimpeln besteht.

Was sonst noch geboten wird?

  • Nach vielen Jahren trägt der Gau Landsberg in der Startphase des Gauschießens mit Luftgewehr und Luftpistole am Samstag wieder einen Vergleich mit den Nachbargauen Ammersee, Schongau und Kaufbeuren-Marktoberdorf aus.
  • Eine kräftige Zäsur setzen die Ausrichter bei Halbzeit am Sonntag, 21. Mai. Hier werden die Halbzeitpreise für Jackpot und Meistbeteiligung verteilt. Als besondere Attraktion werden die Medaillengewinnerinnen von Rio de Janeiro, Barbara Engleder (Gold KK-Dreistellung) und Monika Karsch (Silber Sportpistole), Autogramme geben und für ein Interview zur Verfügung stehen. Nebenbei läuft bei entsprechender Anmeldung auch noch ein Schützenflohmarkt. Zum Frühschoppen und Mittagstisch spielt die Trachtenkapelle Scheuring.
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