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15.05.2015

Sogar die Vorhänge waren weg

Der neue Pachtvertrag für die Gaststätte beim Bürgerhaus in Pürgen ist unterzeichnet. Das Ehepaar Hajnal, das derzeit in Bad Wörishofen ein Café betreibt, will die Gäste mit gutbürgerlicher Küche überzeugen.
Bild: Manuela Schmid

Die Gaststätte im Bürgerhaus hat wieder eine Pächterin. Wiedereröffnung ist zum 1. Juni geplant

Die Pächtersuche hat nun ein Ende: Die Gemeinde Pürgen hat für die Gaststätte im Bürgerhaus wieder eine neue Wirtin. Und diesmal ist man guter Hoffnung, dass man mit der neuen Pächterin wohl mehr Glück hat als mit dem Vorgänger. Die Gaststätte ist seit einigen Monaten verwaist. Der vorherige Wirt hatte im Januar plötzlich alles stehen und liegen gelassen und sich aus dem Staub gemacht, wie es im Gemeinderat hieß. In der Sitzung verkündete Bürgermeister Klaus Flüß nun die gute Nachricht: Ab 1. Juni ist die Gaststätte an Julianna Hajnal verpachtet. Sie wird die Gastronomie gemeinsam mit ihrem Mann führen.

Die Eheleute stammen aus Ungarn, leben aber bereits seit beinahe 50 Jahren in Deutschland und betreiben derzeit ein Café in Bad Wörishofen. „Ich habe mich persönlich vor Ort von dem Betrieb überzeugt“, berichtete Flüß. Der Pachtvertrag ist mittlerweile schon unterzeichnet und wurde vom Gemeinderat jetzt nur noch bestätigt. Der Vertrag läuft zunächst ein Jahr lang auf Probe und anschließend zwei weitere Jahre bis 2018. Danach gibt es nochmals eine Option für drei Jahre (bis 2021). Die Wirtsleute Hajnal wollen gutbürgerliche Küche bieten. „Das sind zwei sehr nette Leute, und sie machen einen guten Eindruck auf mich“, meinte der Bürgermeister. Und nicht nur auf den Bürgermeister. Auch die Vereinsvorstände haben sich bereits mit der neuen Wirtin getroffen. Und das Gremium aus dem Gemeinderat, das extra für die Pächtersuche gebildet worden war, war natürlich ebenso involviert.

Schließlich wollte man nichts dem Zufall überlassen. „Ein gebranntes Kind scheut das Feuer“, kommentierte der Bürgermeister die Erfahrungen der Gemeinde mit dem letzten Wirt, der sich nach knapp drei Jahren auf und davon gemacht habe, wie es hieß.

Wo der bisherige Gaststättenbetreiber jetzt ist, das wisse die Gemeinde jedenfalls nicht. Möglicherweise in seiner alten Heimat Griechenland, mutmaßt Flüß. Verschwunden war nicht nur der Pächter, sondern auch die Vorhänge seien nicht mehr da. Der Gemeinderat hatte nun zu entscheiden, ob sich die Kommune am Kauf neuer Textilien beteiligen solle. Laut Beschluss übernimmt die Gemeinde diese Kosten nun sogar ganz: Sie wird die Vorhänge zusammen mit den Wirtsleuten aussuchen. Die Gemeinde vermietet der neuen Pächterin auch die Wohnung im Rathaus: Der Mietvertrag läuft aber nur so lange, wie der Pachtvertrag gilt. Am kommenden Samstag zieht das Ehepaar Hajnal schon in die Wohnung ein. Flüss hofft, dass die Gaststätte dann schon pünktlich zum 1. Juni wieder seine Pforten öffnen kann.

In der Sitzung bedankte sich der Bürgermeister bei der Vorsitzenden des Bürgervereins, Hanni Murr, die sich der Gaststätte vorübergehend angenommen und in den letzten Monaten zumindest die Vereine versorgt hatte.

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