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21.06.2009

Sonnenland hinter der Landkreisgrenze

Moorenweis/Türkenfeld (ar/ger) - Zwischen Türkenfeld und Moorenweis, nahe der Landkreisgrenze zu Landsberg, ist in den vergangenen Monaten ein etwa zehn Hektar großer Solarpark errichtet worden, der eine Spitzenleistung von über drei Megawatt hat. Mit dieser Leistung können 900 Haushalte mit Strom versorgt werden. Ein weiteres Solarfeld ist bei Hohenzell im Dreieck von Geltendorf, Moorenweis und Türkenfeld in Betrieb, ebenfalls nahe der Landkreisgrenze. Diese Anlage ist auch etwa zehn Hektar groß, schafft bis zu 2,7 Megawatt und kann so etwa rund 750 Haushalte mit Strom versorgen.

Die Anlage in Türkenfeld ist jetzt fertiggestellt. Monatelang konnte man auf der Straße von Türkenfeld nach Moorenweis Arbeiter in einem Feld sehen, die Eisenpfosten in den Boden rammten und Solarmodule montierten. Die Firma Phoenix Solar AG mit Sitz in Sulzemoos bei Dachau war für die Montage verantwortlich. Investoren der Solarkraftwerke in Türkenfeld und Hohenzell sind die Solarpark Türkenfeld GmbH & Co. KG, sowie die Solarpark Hohenzell GmbH & Co. KG, eine Gruppe von Privatinvestoren. Das erste große und bisher größte Solarfeld in diesem Bereich war Ende Dezember 2007 zwischen Steinbach und Moorenweis in Betrieb gegangen. Die Anlage erstreckt sich laut Mitteilung der Gemeinde Moorenweis über eine Fläche von 12,6 Hektar und hat eine installierte Leistung von knapp sechs Megawatt. Ursprünglich hatte das Feld eine Kölner Firma betrieben, inzwischen ist hier ein Hamburger Unternehmen tätig.

Mehrheit entschied sich für das Vorhaben

Damals hatte es noch ein Bürgerbegehren gegen das Projekt gegeben, allerdings entschied sich bei einem Bürgerentscheid vor knapp zwei Jahren die Mehrheit der Bürger für dieses Vorhaben. Ebenfalls schon etwas länger läuft die Freiflächenanlage nahe der S-Bahn bei Zankenhausen.

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Eingespeist wird der Sonnenstrom aus der Region in das Netz der Stadtwerke Fürstenfeldbruck. Trotz dieser Konzentration von Solarfeldern - zu denen auch noch viele kleinere Anlagen auf Dächern kommen - war der Anteil des Sonnenstroms am gesamten Strom, den die Stadtwerke im Landkreis Fürstenfeldbruck und im nordöstlichen Landkreis Landsberg ( Geltendorf, Hausen, Kaltenberg, Eresing, St. Ottilien, Pflaumdorf, Windach, Eching, Beuern und Greifenberg) verkaufen, im vergangenen Jahr noch vergleichsweise gering, weiß Andreas Wohlmann, Vertriebschef der Stadtwerke.

Von den im vergangenen Jahr verkauften 247 Millionen Kilowattstunden stammten etwa 13 Millionen aus der Fotovoltaik, was einem Anteil von etwas über fünf Prozent entspricht. Acht Prozent des Stadtwerke-Stroms wurden in Blockheizkraftwerken produziert, drei bis vier Prozent durch Wasserkraft erzeugt und 1,3 Prozent in Biogasanlagen.

Mehr als vier Fünftel des verkauften Stroms muss der städtische Energieversorger zukaufen, 16 Prozent des Bedarfs im Müllheizkraftwerk in Geiselbullach. Bei den Kunden der Stadtwerke Fürstenfeldbruck steht regenerativ erzeugter Strom hoch im Kurs. Sein Marktanteil liegt laut Wohlmann bei 34 Prozent. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt seien es nur 15 Prozent.

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