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Finanzen

09.07.2020

Sorge um Stiftungen

Die Büste von Hubert von Herkomer am Lechufer in Landsberg.
Bild: Rudnik

Welche Probleme die Herkomer- und die Heilig-Geist-Stiftung haben

In der jüngsten Stadtratssitzung wurden der Jahresabschluss der Stadt und der Herkomer-Stiftung für das Jahr 2019 vorgestellt. Über die Heilig-Geist-Stiftung – ein Bestandteil des Jahresberichts der Stadt – soll gesondert im Herbst diskutiert werden. In der Sitzung wurde eines deutlich: Beiden Stiftungen fehlt es an Einnahmen.

„Wir können das Grundvermögen nicht antasten, weil es sich um Gebäude handelt“, sagte die stellvertretende Stadtkämmerin Yvonne Fritzsche zu den Zahlen der Herkomer-Stiftung. Es müssten Möglichkeiten gefunden werden, um Einnahmen zu generieren. Denn die Finanzen der Stiftung schließen zwar mit einem Jahresüberschuss von rund 65000 Euro (bei einem Eigenkapital von 994000 Euro) ab, aber nur, weil die Stadt im vergangenen Jahr einen Zuschuss von 200000 Euro gab. Im Jahr 2016 hatte dieser Zuschuss laut Fritzsche noch bei 30000 Euro gelegen, im Jahr 2017 bei 100000 Euro.

Die städtischen Finanzen schließen 2019 mit einem Überschuss von rund 147000 Euro ab. Die Bilanzsumme beträgt 313 Millionen Euro. Für Yvonne Fritzsche ist es eine „typische kommunale Bilanz“ mit hohem Anlagewert, der sich aber nicht so schnell liquide machen lasse, wie sie in der Sitzung sagte. Die Steuereinnahmen machten 71 Prozent der Einnahmen aus.

Die Heilig-Geist-Spital-Stiftung schloss im vergangenen Jahr mit einem Finanzmitteldefizit von 1,1 Million Euro ab. Yvonne Fritzsche verweist in diesem Zusammenhang auf die starken Schwankungen auf dem Holzmarkt. Es gebe ein immenses Grundvermögen, aber wenig Masse, um im Tagesgeschäft zu agieren. (smi)

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