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20.04.2008

Spannung überwiegt die Sorge um die Zukunft

Christl Weinmüller hat im Moment nicht viel Zeit an ihre künftige Aufgabe zu denken. "Zu Hause habe ich derzeit genug Ablenkung", sagt die 50-Jährige, die ab Mai Bürgermeisterin in Igling ist.

"Bei den betrieblichen und familiären Änderungen bin ich gefragt", sagt Christl Weinmüller. In Sachen Holzhandel hat sie schon vor ihrer Entscheidung, sich für das Amt des Bürgermeisters zu bewerben, die Weichen gestellt. Ein guter Bekannter soll im Büro mitarbeiten und frischen Wind bringen.

Nicht nur in diesem Fall sieht die zukünftige Rathauschefin eine Veränderung als Chance. Sie selbst sucht gerne die Herausforderung, sagt die Mutter von drei Kindern. Ihrem Amtsantritt Anfang Mai sieht Weinmüller relativ gelassen entgegen. Spannung überwiege die Sorge, wie sie und ihre Familie mit den Veränderungen zurecht kommen werden. "Wie läuft es an?", diese Frage stellt sie sich. Sechs Jahre war die 50-Jährige Gemeinderätin, jetzt interessiert sie vor allem, wie sich ihre früheren Kollegen und die vielen Neulinge verhalten werden. Schließlich gelte es, drei politische Gruppierungen unter einen Hut zu bringen. Christl Weinmüller will die Fähigkeiten und das Wissen der einzelnen Gemeinderäte bündeln, um Igling und Holzhausen weiterzuentwickeln. Kooperation sei wichtig, um konstruktiv arbeiten zu können. "Es liegt nicht alleine am Bürgermeister. Ich will die Räte einbinden und mitnehmen", sagt sie. Ohne deren Hilfe könne sie nicht arbeiten.

Ihre Aufgabe sieht sie vor allem darin, zwischen den Akteuren zu vermitteln, sie einzubinden und zusammenzubringen. Vor allem bei den heiklen Themen wie dem Umbau des Feuerwehrhauses - die Maßnahme kostet nach Ansicht vieler Iglinger zu viel Geld - und dem Bau eines Dorfgemeinschaftshauses setzt die neue Bürgermeisterin auf Dialog. Vor allem beim heiß und emotional diskutierten Dorfgemeinschaftshaus will sie einen Neuanfang starten und mit den Vereinen sprechen.

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Reden - immer wieder macht Christl Weinmüller deutlich, dass sie auf die Bürger zugehen will. "Wir müssen besser informieren. Kommunikation ist wichtig", sagt sie. Und so will sich Weinmüller demnächst mit Holzhausener Landwirten über die Wasserversorgung des Ortsteils unterhalten. "Wenn wir es uns finanziell leisten können, sollten wir die eigenständige Versorgung erhalten", sagt die 50-Jährige.

Apropos Finanzen: Christl Weinmüller will die Einnahmenseite der Gemeinde stärken. Die Ausweisung eines Gewerbegebietes soll dazu beitragen. "Wir müssen unsere gute Verkehrsanbindung nutzen." Ihren Kollegen im Gemeinderat will Christl Weinmüller vorschlagen, die Sitzungen künftig im Sitzungssaal der Verwaltungsgemeinschaft abzuhalten - nicht wie bisher im Feuerwehrhaus. Die konstituierende Sitzung soll allerdings an einem ganz anderen Ort über die Bühne gehen: Der Pfarrsaal in Unterigling bietet nach Ansicht der zukünftigen Bürgermeisterin den perfekten Rahmen für die Vereidigung.

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