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Landsberg

22.11.2019

Stadtratswahl: Drei Freie Wähler kandidieren bei der Landsberger Mitte

Vorne vertreten auf der Liste der Landsberger Mitte (von links): Renate Wengenmaier, Dennis Karner, Anton Zahn, Jonas Pioch, Edelgard Dörre, Christine Dirauf, Ingo Tschudowsky und Axel Flörke.
Bild: Stephanie Millonig

Plus Stadtrat Jonas Pioch von der Landsberger Mitte formuliert ein klares Ziel für die Kommunalwahl 2020. Wer nicht mehr antritt und welche politischen Themen auf der Agenda stehen.

Nach der Trennung von der UBV: Renate Wengenmaier, Robert Michel und Konrad Schmidt von den Freien Wählern kandidieren bei der Kommunalwahl 2020 auf der Liste der Landsberger Mitte. Bei der Aufstellungsversammlung der Gruppe gibt es doch einige Überraschungen. Wer weitermacht und wer aufhört.

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Listenplatz Eins für die Stadtratswahl belegt nach der Aufstellungsversammlung der bisherige Stadtrat Jonas Pioch. Auch Stadtrat Hans-Jürgen Schulmeister und Dritter Bürgermeister Axel Flörke kandidieren erneut. Stadtrat Dr. Wolfgang Weisensee ist auf eigenen Wunsch nur noch als Ersatzkandidat vorgesehen.

Freie Wähler trennten sich von der UBV

Es hatte sich schon abgezeichnet: Nach der Trennung von den UBV, mit der die Landsberger Freien Wähler 2008 und 2014 auf einer gemeinsamen Liste in den Wahlkampf gezogen waren, kandidieren nun drei von ihnen bei der Landsberger Mitte. Der Name Landsberger Mitte bleibt jedoch. „Wir danken den Freien Wählern dafür, dass sie uns unterstützen“, sagte Jonas Pioch – und dankte auch dafür, dass die Freien Wähler auf die Namensnennung in der Liste verzichteten. Für Pioch waren es partnerschaftliche Gesprächen mit den Freien Wählern. Renate Wengenmaier sprach von einer „bunten Liste“ bei der Landsberger Mitte. Sie freue sich, dass sie dort kandidieren könne und nannte als eines ihrer Anliegen das Thema bezahlbarer Wohnraum. „Es tut mir in der Seele weh, wenn junge Landsberger wegziehen müssen.“

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Für die Stadtratswahl gab Pioch ein Ziel vor: „Vier Stadträte plus X.“ Dr. Wolfgang Weisensee wird nicht mehr dabei sein, er ist dritter Nachrücker für die Liste. „Wolfgang bräuchte eigentlich einen 40-Stunden-Tag“, drückte Pioch sein Verständnis dafür aus, dass der Mediziner und Notarzt nicht mehr auf der Liste kandidieren will. Eine Entscheidung, die Pioch jedoch bedauert.

„Grüne Themen von einen realpolitischen Standpunkt aus“

Als einen Punkt in der politischen Agenda der Landsberger Mitte formulierte Pioch, dass man „grüne Themen von einem realpolitischen Standpunkt“ aus ansehe. Durch das Wirken seiner Gruppierung ist laut Pioch die städtische Entwicklung weitaus ökologischer aufgestellt, beispielsweise, indem ökologische Auflagen in den Bebauungsplänen gemacht worden seien.

Landsberger-Mitte-Vorsitzender und Marktreferent Hans Jürgen Schulmeister – er war krankheitsbedingt abwesend – ist für Pioch mittlerweile „der Marktspezialist schlechthin“. Man sei auch dran, wieder einen verkaufsoffenen Sonntag möglich zu machen, indem neue Trägerveranstaltungen generiert würden. Als Erfolg zählte Pioch auch den jährlichen Betrag von insgesamt 30.000 Euro für Kulturschaffende. Und auch in Sachen Stadtmuseum und Landesausstellung habe man klar gemacht, „was wir wollen“ – nämlich pro Stadtmuseum und Landesausstellung.

Einige Kandidaten hatten in ihrer Vorstellungsrunde das Thema bezahlbarer Wohnraum angesprochen. Auch Pioch ging in seiner Rede darauf ein. Er sieht eine Dreiecksbeziehung von Wohnraum für junge Familien, Stadtcharakter und Zuzug, die es zu steuern gilt, ohne dass Spannungen und damit Konflikte entstehen. „Der soziale Frieden ist die größte Herausforderung.“

Vom Studenten über den Handwerker bis zur Lehrerin

In der Vorstellungsrunde zeigte sich ein abwechslungsreiches Kandidatenfeld vom Studenten, über den Handwerksmeister, Polizisten bis zur angehendem Lehrerin.

Gewählt wurde im Block, jeweils einer der Stimmberechtigten nutzte jedoch bei den drei aufeinanderfolgenden Abstimmungen die Möglichkeit, einen Kandidaten zu streichen. Für Renate Wengenmaier, die anfangs im ersten Block auf Platz drei gesetzt war, heißt das, dass sie nur 19 Stimmen bekam und damit auf Platz zehn in diesem Block rutscht. Steffen Schmidt-Hug, der im zweiten Block auf Platz elf nominiert war, rutscht auf die 30. Und Wolfgang Weisensee, der eigentlich erster Nachrücker war, ist nun dritter Ersatzkandidat.

Das ist die Liste der Landsberger Mitte

Die Kandidaten: Jonas Pioch, Hans-Jürgen Schulmeister, Carmen Celewitz, Axel Flörke, Edelgard Dörre, Anton Zahn, Christine Dirauf, Dennis Karner, Ingo Tschudowsky, Renate Wengenmaier, Larisa Keller, Stefan Nowak, Eric Lembeck, Isabella Sadlo, Matthias Neumann, Robert Michel, Laura Schulmeister, Tim-Noah Tepe, Gustav Adam, Eva Pioch, Christian Krewinkel, Daniel Bachmann, Jakob Kretzinger Theresia Schaur, Dietmar Otremba, Jürgen Hinträger, Konrad Schmid, Rosmarie Schulmeister, Kurt Szagun und Steffen Schmidt-Hug. Nachrücker sind Christian Karner, Peter Schaur und Wolfgang Weisensee.

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