Newsticker
Corona-Gipfel: Arbeitgeber müssen Homeoffice ermöglichen, Maskenpflicht wird bundesweit verschärft
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Startschuss in Utting: Was auf dem Schmuckerareal entsteht

Utting

14.01.2021

Startschuss in Utting: Was auf dem Schmuckerareal entsteht

Spatenstich auf dem Schmuckerareal in Utting (von links): Alt-Bürgermeister Josef Lutzenberger, Bürgermeister Florian Hoffmann, Geschäftsstellenleiter Florian Zarbo, Gerold Heugenhauser und Patricia Ezcurra vom planenden Architekturbüro sowie Thomas Behrend, Technischer Vorstand des Kommunalunternehmens Utting.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Coronabedingt findet in Utting der Spatenstich für das Bauprojekt auf dem Schmuckerareal ohne große Feier statt. Was dort bis zum Jahr 2023 entstehen soll.

Der Spatenstich auf dem Schmuckergelände in Utting hätte groß gefeiert werden sollen. Immerhin stellt der den Startschuss für ein 30-Millionen-Projekt in der Ammerseegemeinde dar, das bis zum Jahr 2023 fertiggestellt werden soll.

Stattdessen fanden sich nur ein paar wenige, am Projekt „Schmucker“ Beteiligte ein, um coronakonform die ersten Spaten in den Boden des knapp 12.000 Quadratmeter großen Areals zu stecken. Uttings Bürgermeister Florian Hoffmann zeigte sich sichtlich stolz, dass in seiner Gemeinde damit ein „so wichtiges Wohnbauprojekt entsteht, das Wohnraum schafft für Alt und Jung“.

In Kürze wird die Baugrube ausgehoben

Damit können jetzt die Bauarbeiten für die Mietwohnungen mit Tiefgarage und einem Gemeinschaftsraum beginnen. Schon in der kommenden Woche sollen die Baugrube ausgehoben, die Spundwände gesetzt und der Aufbau der Wasserhaltung beginnen.

So soll es künftig auf dem Schmuckerareal in Utting aussehen.
Bild: Wwa Architekten

Auch die Planungen durch die Architekten und Fachplaner seien so weit fortgeschritten, dass mit den öffentlichen Ausschreibungen der einzelnen Gewerke nach und nach begonnen werden kann. Voraussichtlich im ersten Quartal 2023 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein, hofft Hoffmann. Die Kosten für das Wohnbauprojekt, für das eigens das Kommunalunternehmen Utting am Ammersee gegründet worden war, liegen bei rund 30 Millionen Euro. Die Gemeinde Utting erhält dafür Fördermittel in Höhe von rund 12,86 Millionen Euro sowie ein zinsvergünstigtes Darlehen der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt.

Bezahlbarer Wohnraum für die Uttinger

In den Besitz des Areals war die Gemeinde Utting nach dem Tod von Dr. Schmucker 2013 gekommen, weil dessen Erben das Areal zum Verkauf anboten. Die Gemeinde erließ eine Vorverkaufssatzung mit dem Ziel, „auf der Fläche Wohnraum für Uttinger zu schaffen, die sonst nur schwer an bezahlbaren Wohnraum kommen.“

Knapp 12.000 Quadratmeter groß ist das Schmuckerareal in Utting.
Bild: Wwa Architekten

2017 waren die Uttinger dann bei einem Informationsabend über das Bauvorhaben informiert worden, seinerzeit war Josef Lutzenberger Bürgermeister von Utting. Er war beim Spatenstich gestern ebenfalls vor Ort. Ebenfalls 2017 fand ein Architektenwettbewerb statt, den die WWA Architekten Wöhr Heugenhauser Johansen Partner mbB aus München für sich entscheiden konnten. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanentwurfs, für den sich der Gemeinderat im Januar 2019 einstimmig aussprach, wurden schließlich auch die rechtlichen Grundlagen für das Millionen-Projekt geschaffen.

88 Wohneinheiten für rund 250 Menschen

Nun also können die 88 Wohneinheiten gebaut werden. Sie sollen auf dem Grundstück zwischen Schondorfer, Landsberger und Hechenwanger Straße rund 250 Menschen kostengünstigen Wohnraum in fünf Segmenten bieten. Diese ziehen sich bandartig durch das Gelände, das am Moosgraben eine Verengung aufweist. Der Moosgraben selbst soll freigelegt werden, an ihn schließt sich eine Wiese an. Einen Grünbereich soll es auch im Westen des Schmuckerareals geben, als Puffer für eine möglicherweise später nötige Kreuzungsumgestaltung. Die Zufahrt zu einer Tiefgarage mit geplanten 119 Stellplätzen liegt an der Landsberger Straße.

In den Planungen und Vorbereitungen haben die Verantwortlichen, darunter neben Bürgermeister Florian Hoffmann auch der technische Vorstand des Kommunalunternehmens Utting, Thomas Behrendt, auch den Umwelt- und Klimaschutz im Blick. „Im Sinne des Klimaschutzes, aber auch mit dem Ziel einer modernen und zukunftsorientierten Gesamtrealisierung wird das Projekt in Holz-Hybrid-Bauweise ausgeführt“, heißt es in einer Pressemitteilung anlässlich des Spatenstichs.

Mindestens 65 Bäume werden gepflanzt

Zudem werde es einen öffentlichen Spielplatz mit Grünanlagen geben sowie eine nicht durch Parkplätze unterbrochene Gartenanlage mit Privatgärten und öffentlichen Flächen. Mindestens 65 Bäume sollen gepflanzt werden, so sieht es der Bebauungsplan vor.

Das könnte Sie auch interessieren:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren