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03.06.2009

Statt Toiletten gibt es einen Beutel für die Hunde

Scheuring Wie kann man das Problem Hundekot auf öffentlichen Straßen und Wegen in den Griff bekommen und welche Entsorgungsmöglichkeiten werden von Hundebesitzern am besten angenommen? Mit diesen beiden Kernfragen beschäftigte sich der Gemeinderat Scheuring in jüngster Sitzung ausgiebig. Vorausgegangen war ein Antrag von Gemeinderat Andreas Kurz, der darin die Aufstellung der vielerorts verbreiteten Hundetoiletten anregte (Behälter mit Entnahmebox für Plastiktüten für Hundekot samt Abfalleimer).

Neben den Kosten (rund 235 Euro pro Station und 18 Euro für einen Karton mit 1000 Tüten) befürchtete Bürgermeister Manfred Menhard fehlende Akzeptanz der Hundehalter für die Hundetoiletten und vor allem Probleme bei der Entsorgung. In Mering seien die Bauhofmitarbeiter pro Woche vier Stunden mit der Leerung der Hundetoiletten beschäftigt. "Ich möchte die Leerung der Behälter unseren Gemeindearbeitern nicht zumuten. Die haben das ganze Jahr über ein enormes Arbeitspensum und denen sollten wir nicht noch mehr Arbeit aufhalsen."

Stattdessen präsentierte der Bürgermeister eine Alternative zur Lösung des Hundekotproblems - den sogenannten Bellobag. Eine Tasche mit Reißverschluss, die an der Hundeleine befestigt werden kann. "Der Hundebesitzer braucht an keine Station zu gehen und mit dem Bellobag hat er gleich ein Behältnis dabei", zählte Bürgermeister Manfred Menhard einige Vorteile auf. "Wir lassen jedem Hundebesitzer einen solchen Beutel zukommen und vertrauen darauf, dass er benützt wird." Die Kosten für die Anschaffung der Bellobags für die 104 in Scheuring offiziell gemeldeten Hunde würden aus der Hundesteuer finanziert.

Ratsmitglied Christian Müllner hielt dies für eine "gute Idee für dorfinterne Hunde. Für Besucher mit Hunden ist das keine Lösung". Müllner und Udo Herb plädierten für eine zweigleisige Lösung mit Bellobag und mehreren Hundetoiletten an Ausflugswegen. Rudolf Aumüller lehnte die stationierten Toiletten kategorisch ab. "Wir bräuchten viele Stationen. Nur fünf wären für die Katz', weil unser Ort so groß ist und viele Straßen hat."

Andreas Kurz entdeckte einen Nachteil bei den Bellobags und warb nochmals für seinen Antrag auf die Hundetoiletten. "Wenn der Bellobag innen verschmutzt werden sollte, landet er im Müll. Der einzige Nachteil bei den Stationen ist die anschließende Entsorgung des Kots." Zwei Drittel des Gemeinderats (8:4) sprachen sich jedoch für den Bellobag aus, der kostenlos an die Scheuringer Hundebesitzer ausgegeben werden soll. "Wir suchen uns aber noch einen günstigeren Anbieter", erklärte Bürgermeister Menhard. Denn der Preis für das von ihm präsentierte Modell einer Herstellerin aus Friedberg kostet rund 20 Euro.

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