Newsticker
Dänemark verzichtet auf Corona-Impfstoff von Astrazeneca
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Staudenstängel sind für die Tiere wichtig

12.11.2019

Staudenstängel sind für die Tiere wichtig

Naturschützer raten, jetzt im Garten nicht zu viel aufzuräumen

Die Herbstzeit ist in vielen Gärten vor allem eines: arbeitsreich. Dabei hilft vielen Tieren im Garten, wenn der Gärtner einfach mal nichts tut. Denn unter dem Motto „winterfit machen“ zerstören viele Hobbygärtner oft unbewusst die Unterschlüpfe vieler Gartenbewohner, so der Landesbund für Vogelschutz in einer Pressemitteilung.

In vielen Stängeln von Stauden und Sträuchern wie Brombeere, Sonnenblume und Schilf, hätten sich nun zum Überwintern Insekten eingenistet. Gerade die Blattlausjäger Marienkäfer und Florfliege bräuchten Staudenstängel als Winterquartiere. Auch vertrocknete Blütenstände und Laub am Boden seien im naturnahen Garten sehr hilfreich. Die Samenstände verblühter Stauden böten im Winter Nahrung – unter anderem für viele Gartenvögel.

Das Laub lasse sich im Hochbeet verteilen oder als Frostschutz unter der Hecke nutzen. Danken werden es dem Gärtner viele Gartenbewohner: „Amsel und Kohlmeise drehen emsig Blätter um und finden darunter Schnecken und Asseln. Und gerade Igel brauchen bald als Winterquartier einen großen Laubhaufen, der mit Ästen gegen den Wind gesichert wird“, so Michael Comes-Lipps vom Landsberger LBV. Ein naturnaher Garten mit vielen Strukturen nütze nichts, wenn er zum Winter komplett abgeräumt werde.

Der Herbst bietet sich an, um neue Gehölze zu pflanzen. Besonders empfehlenswert seien früh blühende Gehölze wie Weide und Kornelkirsche. Sie böten Insekten im Frühjahr eine erste Nahrungsquelle. Ein weiterer LBV-Tipp: Wer eine sogenannte Gründüngung auf abgeerntete Beete sät, tue dem Boden etwas Gutes. „Gründüngerpflanzen wie zum Beispiel Buchweizen oder Winterwicke schützen den Boden vor Wind, Regen und Frost, lockern mit ihren Wurzeln den Boden und bieten Kleinstlebewesen im Boden Nahrung. So verbessert sich die Bodenqualität, ohne viel tun zu müssen“, erklärt Comes-Lipps. (lt)

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren