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Weihnachtskonzert

03.01.2015

Stimmungsvolle Klänge zum Abschied

Beim Weihnachtskonzert von Vox Villae in Weil dirigierte Dr. Karl Heinz Moser letztmals den Chor.
Bild: Walter Herzog

Nach zehn Jahren gibt Dr. Karl Heinz Moser bei Vox Villae Weil den Dirigentenstab aus der Hand

„Wir sind noch nicht im Festsaal angekommen, aber wir sehen schon die Lichter und hören schon die Musik“, mit diesen poetischen Worten des lateinamerikanischen Priesters und Dichters Ernesto Cardenal stimmte Pfarrer Martin Rudolph die Hörerschaft auf das Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche St. Mauritius ein. Eingeladen hatte wie schon in den vergangenen Jahren der Weiler Chor Vox Villae unter der Leitung von Dr. Karl Heinz Moser. Doch in diesem Jahr mischte sich bei den Freunden anspruchsvollen Chorgesangs ein wenig Wehmut in die Vorfreude dessen, was man hören sollte. Denn das Festkonzert markierte auch das Ende einer Ära. Moser gab mit dem Dirigat des Weihnachtskonzertes seinen Abschied als Chorleiter in Weil.

In den zehn Jahren seines Wirkens hat Dr. Karl Heinz Moser den Liederkranz Vox Villae Weil zu einem weit über die Grenzen des Landkreises hinaus anerkannten Klangkörper geformt. „In bester Erinnerung werden die großen Aufführungen bleiben, wie die Schöpfungsgeschichte von Franz Koringer, das Oratorium von Ludwig Mayerhofer und das Requiem von Dominico Cimaroso mit Solisten und großem Orchester“, so Vereinsvorsitzender Albert Wunder in seiner Abschiedsrede. Daneben konnte der Chor unter Moser mit großartigen Erfolgen bei überregionalen Wertungs- und Begegnungssingen aufwarten und war nach Studioaufnahmen im Bayerischen Rundfunk zu hören.

Aber zurück zum Weihnachtskonzert. „...wir sehen schon die Lichter und hören schon die Musik“ – mit drei Werken von László Halmos, Franz Kroninger und Andreas Hammerschmidt sang Vox Villae einen Lobpreis auf Gott den Herrn und glänzte dabei mit feinfühligen Tempiwechseln und klarer Intonation. Im zweiten Auftritt wurde „Freu dich, Erd´ und Sternenzelt“ (M. Bretschneider) ebenso exakt interpretiert wie die beiden Werke von Max Bruch, „Es zieht aus weiter Ferne“ und „Wiegenlied der Hirten“. Aus dem Kreis des Chores kommt die Sopranistin Angelika Werner, die mit heller, klarer Stimme als Solistin mit Max Regers „Mariä Wiegenlied“ ihr Können zeigte. An der Orgel wurde sie dabei einfühlsam von Bernhard Brosch begleitet. Er spannte mit seinem virtuosen Orgelspiel die klanglichen Brücken zwischen den vokalen Beiträgen des Chores und der Flügelfreunde Kaufering. Dieses kleine, aber feine Ensemble unter der Leitung von Andrea Künkler brachte mit vier Stücken von Lorenz Maierhofer eine heimelig-alpenländische Stimmung in den Kirchenraum.

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In einem zweiten Auftritt ließen die Sänger und Musiker es bei englischsprachigen Weihnachtssongs wie Christmas Lullaby oder Santa Baby behutsam swingen. Nun singet und seid froh – mit Variationen über dieses „In dulci jubilo“ von Denis Bedard leitete Bernhard Brosch über zum Finale. Das war nochmals Vox Villae vorbehalten. Spätestens jetzt, als die Kirchenbeleuchtung abgedunkelt wurde und mit engelsgleichen Stimmen die Weihnachtsklassiker „Oh du fröhliche“ und „Stille Nacht“ erklangen, war auch beim letzten Zuhörer das Herz geöffnet.

Mit stehenden Ovationen erklatschten sich die Zuhörer eine Zugabe, die als Gemeinschaftschor aller Anwesenden gesungen wurde, die dritte Strophe von „Stille Nacht, heilige Nacht“.

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