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28.06.2009

Straßenbau kostet die Gemeinde einen gehörigen Batzen Geld

Prittriching Trübe Aussichten für alle Badefans herrschten in den letzten Tagen wetterbedingt auch im gemeindeeigenen Warmfreibad in Prittriching. Damit zumindest das Wasser im Becken klar und sauber bleibt, müsse, so Bürgermeister Peter Ditsch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, das defekte Spülluftgebläse mit Kompressor für knappe 5500 Euro ausgetauscht werden. Diese Einrichtung sei für das täglich saubere Wasser unverzichtbar.

Weitere rund 3700 Euro machte der Gemeinderat nach einstimmigem Beschluss für das Schwimmbad locker. Dafür soll ein automatisch arbeitender Unterwasserbodenreiniger angeschafft werden. Während der Reiniger selbsttätig laufe und den Boden im Becken reinige, könnten andere wichtige Arbeiten im Schwimmbad von den Angestellten verrichtet werden, erklärte der Bürgermeister. Der vorhandene Apparat sei über zehn Jahre alt und arbeite nicht mehr störungsfrei.

Einen erheblich größeren Ausgabenbrocken beschloss der Gemeinderat im Anschluss. Dazu stellte das Ingenieurbüro Arnold Consult AG aus Kissing zunächst die Entwurfsplanung über den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) Winkl - Egling sowie der Ortsstraße "Hattenhofener Straße" in Winkl einschließlich den Kostenrahmen vor. Für das Vorhaben hatte der Architekt drei Ausbaukonzepte als Beratungsgrundlage ausgearbeitet. Die ersten beiden Varianten sahen u. a. nur eine Ausbesserung der schadhaften Straßenbeläge außerorts bzw. das Aufbringen einer 30 Zentimeter starken Asphaltdecke ohne Austausch der darunter befindlichen Frostschutzschicht vor. Dabei bliebe, so der Planer, der Grund für Schäden auch weiterhin im Boden. Bei diesen beiden Varianten würden sich die Kosten auch schon auf rund 760 000 bzw. 998 000 Euro belaufen.

Deshalb entschied sich der Gemeinderat nach eingehender Debatte für einen Vollausbau der OVS und der Hattenhofener Straße mit Gehweg. Diese Maßnahme enthalte einen komplett neuen Straßenunterbau und werde mit rund 1,053 Mio. Euro veranschlagt. Dazu könnte ein Förderungszuschuss von mehr als 400 000 Euro erwartet werden. Ein Gehwegebau käme jedoch nur dann in Frage, erklärte Bürgermeister Ditsch, wenn in Winkl die dafür notwendigen Grundstücksverhandlungen positiv verlaufen würden.

Hinsichtlich der Überprüfung der Versickerungsfähigkeit des Bodens im Rahmen des Ausbaus der Hattenhofener Straße werden in Winkl zunächst Bodenuntersuchungen (Kosten rund 8000 Euro) durchgeführt. Erst nach Vorlage des Ergebnisses wird der Gemeinderat darüber entscheiden, welche Art der Entwässerung hier vorzusehen ist. Infrage kommen entweder ein neuer Regenwasserkanal mit Hausanschlüssen oder ein Kanal, über den keine Entwässerung der anliegenden Grundstücke erfolgt. Hierbei müssten die Grundstückseigentümer für eine eigene Entwässerung (Versickerung) sorgen.

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