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19.11.2007

Streit um Wahlmodus bei CSU Geltendorf

Geltendorf (smi) - Die Liste mit 19 Kandidaten steht, und der amtierende und auch wieder kandidierende Bürgermeister Wilhelm Lehmann steht auf Platz eins. Bis es bei der Geltendorfer CSU so weit war, wurde jedoch heftig diskutiert, die Gemeinderäte Franz Hummel, Hermann Gelb und Roman Hoiß kritisierten den Wahlmodus. Gelb tritt nicht mehr zur Wahl an, Hoiß ließ sich auf den letzten Platz setzen und Hummel setzte auf die Entscheidung der anwesenden 24 Parteikollegen der Ortsgruppe. Sie zählt insgesamt 65 Mitglieder.

22 Stimmen für Lehmann

Ohne Diskussion ging noch die Bestätigung von Lehmann als Bürgermeisterkandidat über die Bühne: Er erhielt 22 Stimmen. Gesprächsbedarf bot dann die Liste. Der Vorstand schlug ein Prozedere wie bei der Kreistagsliste vor: Ein erster Kandidatenblock mit fünf Personen wird in der vorgegebenen Reihung als Gesamtes abgestimmt. In einem zweiten Block (Platz sechs bis zehn) sind zwar die fünf Namen vorgegeben, aber nicht deren Reihung, im dritten Block kann sich jeder Interessierte melden.

Hummel kritisierte, dass Nichtmitglieder wie Gemeinderätin Elisabeth Raymann und Josef Lutzenberger im ersten Block noch vor CSU-Gemeinderäten zu finden seien. "Es ist eine Frechheit hoch drei", so Hummel, dass jemand, der 24 Jahre im Gemeinderat gewesen sei wie Hermann Gelb und jemand, der vier Jahre Ortsvorsitzender gewesen war - hier stellte er auf sich selbst ab - in der dritten Gruppe landeten. "Wenn das passiert, trete ich aus aus diesem Verein."

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CSU-Ortsvorsitzender Christian Engelstädter erläuterte, dass dem Bürgermeister eine Mannschaft zur Unterstützung zur Verfügung stehen solle. Außerdem seien auch bei der vergangenen Kommunalwahl Nichtmitglieder auf der CSU-Liste gewesen und hätten viele Stimmen bekommen. Neue Namen vorne zu listen und altbewährte Mitglieder, die traditionell viele Stimmen auf sich vereinigten, weiter hinten zu setzen, beschrieb Engelstädter als bewussten Vorgang.

Auf Gelbs Nachfrage bestätigte er, dass der erste Block auf Lehmanns Wunsch entstanden sei. Die Kritik, dass dort kein Gemeinderatskandidat aus Hausen vertreten sei, wie dies nach dem Ortsteilproporz der vergangene Wahlperioden der Fall gewesen war, wies er zurück: "Lehmann wohnt in Hausen." Aus Kaltenberg hätte Engelstädter selbst gerne einen Kandidaten benannt, doch es habe sich keiner zur Verfügung gestellt.

Lehmann kritisierte Franz Hummels Verhalten im Gemeinderat. "Wir haben keine Opposition gebraucht, die hatten wir schon selber", meine Lehmann zu dem Umstand, dass Hummel in den Sitzungen des Öfteren eigene Positionen vertritt und die von der CSU-Fraktion getragenen Entscheidungen angreift. Gegenüber dem LT sagte Lehmann, dass es ihm darum ginge Fachkompetenz an seiner Seite zu wissen, beispielsweise Josef Lutzenberger als Architekten in Bausachen.

Mit 17:3 Stimmen beschloss die Versammlung dem Prozedere des Vorstands zu folgen. Die anschließende Wahl der Listenkandidaten verlief reibungslos.

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