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Maschinenring

30.04.2016

Suche nach Fortschritt

Die Zeiten haben sich geändert und damit auch die Technik. Doch die landwirtschaftliche Arbeit bleibt eine Herausforderung im täglichen Leben.

Entlohnung bleibt die Herausforderung für die bäuerliche Familie

Der Maschinenring wird auch die nächsten fünf Jahre von Christian Leis angeführt. Auch sein Stellvertreter Manfred Sießmeir aus Egling wurde bei der Jahreshauptversammlung in seinem Amt bestätigt.

Ebenfalls wiedergewählt wurden die weiteren Vorstandsmitglieder Johann Drexl (Kaufering), Ludwig Holzapfel (Geratshof), Christian Kriegenhofer (Prittriching), Martin Sieber (Egling) und Stefan Wild (Hurlach). Als zusätzliche Mitglieder wählte die Versammlung Andreas Albrecht (Greifenberg), Andreas Baur (Ummenhausen), Julian Loder (Utting), Roswitha Schamper (Dettenschwang) und Barbara Storhas (Issing) in die Vorstandsriege. Das Fazit: Die neue MR-Führungsmannschaft bildet flächendeckend den ganzen Landkreis ab.

Christian Leis stellte anschließend das betriebliche Vorankommen der Landwirte mit der Frage nach Bildung, Planung und Perspektive in einen „unverzichtbaren Zusammenhang“. Für ein intaktes Familienunternehmen sei Bildung, also das Arbeiten an sich selbst, und die ständige Suche nach dem Fortschritt ebenso wichtig, wie die Zeit für die Kinder.

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Mit Blick auf die Datensammlung des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) seien allerdings die Herausforderungen für Bauer und Bäuerin gewaltig, „zumal nachgewiesenermaßen die wirtschaftliche Entlohnung der landwirtschaftlichen Arbeit aktuell bei Null liegt“. Dazu Leis: „Wo soll in diesem Hamsterrad noch Kinderförderung stattfinden?“ Mit dem Einkommen einer deutschen Durchschnittsfamilie von monatlich 3000 Euro „sollte ausreichend Zeit für die Familie sein“, sagte der MR-Vorsitzende. Nach dem umfassenden Zahlenwerk von Geschäftsführer Ottmar Mayr und der Neuwahl des Vorstandes stellte Dr. Markus Demmel von der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL Bayern) die Ergebnisse aus den mehrjährigen Versuchen mit dem Strip-Till-Verfahren vor.

Demnach wird bewusst auf eine ganzflächige Bodenbearbeitung verzichtet, das heißt: Bearbeitet wird nur der mit Saatgut bestellte Bodenstreifen. Der Vorteil: Damit werde das Austrocknen des Bodens minimiert, die gewachsene Bodenstruktur erhalten und eine Erosion durch Wind und Regen vermieden. Allerdings erfordere dieses Verfahren, so Demmel, „einen sehr hohen technischen Aufwand“.

Die Versuche des LfL hätten zwar „keinen signifikanten Mehrertrag“ nachgewiesen, bei Reihenkulturen, wie zum Beispiel Mais und Zuckerrüben, sei aber eine deutliche Verbesserung hinsichtlich Bodenabschwemmung und Winderosion erzielt worden. (her)

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