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29.07.2010

Tagescafé, Verwaltung oder Yogaraum

Eresing Noch gibt es zwei Klingelschilder für die Klassen eins und zwei am Eingang der jetzigen Teilgrundschule in Eresing. Ab dem kommenden Schuljahr werden diese beiden Klassen nach Windach verlagert. Wie die Eresinger Räume künftig genutzt werden sollen, wurde bei einem Ortstermin vor der jüngsten Gemeinderatsitzung diskutiert. Der Mietvertrag mit dem Schulverband endet laut Bürgermeister Josef Loy zum 31. August.

Im Erdgeschoss des Gebäudes, das zwischen 1908 und 1910 erbaut wurde, werden bislang Eresinger Grundschüler der Klassen eins und zwei unterrichtet. Neben zwei großen Klassenräumen gibt es einen Werkraum, eine kleine Küche, Lehrerzimmer und ein weiteres Zimmer, in dem auch auf privater Initiative Musikunterricht angeboten wird, sowie mehrere Sanitärräume.

Für Krippenkinder fehlt Schlafmöglichkeit

Im Ober- und Dachgeschoss sind zwei Kindergartengruppen untergebracht. In der Mäusegruppe werden Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren betreut, sagte Loy. Für die Kleinkinder gebe es "keine ausreichenden Schlafmöglichkeiten", sagte der Bürgermeister. Er könne sich vorstellen, einen "Teil der Räume für die Kinderbetreuung" zu nutzen. Neben den Kleinen könnten auch die Schulkinder betreut werden, meinte Loy.

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Bislang könne man auch keine Krippengruppe anbieten, nur eine Betreuung für Kinder ab zwei Jahren. Wie Loy sagte, seien bereits Anfragen für eine Betreuung von Kindern unter zwei Jahren bei der Kindergartenleitung eingegangen. Hier sei aber "eine Grundsatzentscheidung" des Gemeinderates erforderlich, so Loy.

Der vordere Teil könnte abgetrennt werden. In einem Klassenraum wäre dann Platz für die Gemeindeverwaltung und das Bürgermeisterbüro. Im Werkraum könnte die Registratur der Gemeinde untergebracht werden, so eine Idee des Bürgermeisters. Der Vorteil wäre, dass die Feuerwehr wieder mehr Räumlichkeiten zur Verfügung hätte, so Rathauschef Josef Loy. Die Gemeindeverwaltung befindet sich derzeit im gleichen Gebäude wie die Feuerwehr.

Eltern wünschen sich ein Tagescafé

Für die Nutzung als Verwaltungsräumlichkeiten müsste die jetzige Bubentoilette umgebaut und eine Trennwand im Flur eingebaut werden. Als weitere Wünsche seien ihm ein Proberaum für den Musikschulverein, ein Tagescafé für Eltern oder eine Begegnungsstätte für Senioren bislang bekannt, so Loy. Aus der Runde der Gemeinderäte kamen noch die Vorschläge ein Zimmer für den Sportverein für kleinere Gruppen, beispielsweise für Yoga, oder ein Unterrichtsraum für die Feuerwehr. "Man muss nicht morgen eine Lösung haben", sagte Loy.

In der Sitzung wurde einstimmig beschlossen, Nutzungskonzepte zu erarbeiten, Vorschläge zu sammeln und ein Bedarfskonzept vorzulegen. Als "offen" bezeichnete Josef Loy die Suche nach der Nachfolgenutzung. (rg)

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