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12.07.2010

Tanzende Sonnenstrahlen im Landsberger Stadttheater

Landsberg Aus dem vollbesetzten Zuschauerraum war ein kindliches Flüstern zu hören, "ist das Schneewittchen?" Die passende Antwort lieferte das Geschehen auf der Bühne ganz von selbst, denn dort trippelten rund 20 Zwergerl im Alter von drei bis fünf Jahren herein, um mit dem ganz in Weiß gekleideten "Schneewittchen" zu tanzen. Märchenhafte Szenen wie diese bot die Sommergala der Ballettschule Olga Hamm zuhauf und verzauberte damit das Publikum im Stadttheater.

Mit einem Mix aus klassischen Ballettszenen, Tänzen im Stil irischer Gruppen bis zu Videoclip ähnlichem Streetdance zeigten die über 100 Mitwirkenden das breite Spektrum des Unterrichts der Kauferinger Ballettschule. Die Choreographien von Olga Hamm imponierten nicht nur durch Einfallsreichtum und Witz, sondern auch durch die altersgerechten Ansprüche an Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft ihrer Tanzschüler.

Trotz des sehr heißen Wetters, das schon die Zuschauer ins Schwitzen brachte, präsentierten die Tänzerinnen und Tänzer aller Altersstufen ihr erworbenes Können voller Schwung und Elan. In schnellem Wechsel reihten sie unterschiedlichste Tanzpassagen aneinander, sodass ein kurzweiliges und unterhaltsames Programm entstand, das Groß und Klein im Theatersaal erfreute.

Auch musikalisch kam jeder Zuschauer auf seine Kosten, mal schallten folkloristische Klänge durchs Theater, mal behauptete sich die Klassik mit typischer Ballettmusik à la Tschaikowsky. Aber auch Evergreens wie "Tequilla" oder deutscher Rap waren zu hören und animierten das Publikum zum Mitklatschen. In Formationen oder einzeln, immer mit liebevoll gestalteten, farbenfrohen Kostümen ausgestattet, boten die Tanzeleven Szenen, die teils in fremde Länder, teils in die Märchenwelt oder das Tierreich entführten. Als Fliegenpilze, flügge gewordene Vögelchen, Sonnenstrahlen oder Schlüpfe zeigten sich die Kleinsten, die jungen Mädchen bezauberten als Blumenmädchen, feuerrote Teufelchen oder Kätzchen.

Tanzende Sonnenstrahlen im Landsberger Stadttheater

Bei den Jugendlichen wurde die Stimmung cooler und die zu tanzende Choreographie anspruchsvoller. Mit griechisch anmutenden Togen oder klassischen Tütüs trippelten die jungen Ballerinen über die Bretter, wogegen die wenigen Jungen in Sachen Streetdance ihre Begabung zeigten. Auch die Damen boten einige Tänze, die sich stilistisch an bedeutende Tanztraditionen anlehnten, wie beispielsweise eine Choreographie mit deutlichen Flamenco-Elementen.

Durch Aufführungen wie diese, können nicht nur Eltern, Verwandten und Freunde bestaunen, was sich die einzelnen Schüler bereits erarbeitet haben, sondern sie ermöglichen es den Darstellern, wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Das kontinuierliche Proben, der Umgang mit dem Lampenfieber, das gute Gefühl des gemeinsamen Erfolges sind Erlebnisse, die weit über das Tanztraining hinaus wirken. Schon Platon sprach davon, dass Tanz die Kunstform sei, die die Seele des Menschen am meisten bewege. Ein Gedanke, der im Rahmen der Sommergala nicht nur durch die freudige Stimmung aller Beteiligten, sondern auch durch die Begeisterung des Publikums bewiesen wurde.

Entsprechend wurden das große Engagement und die Anstrengungen der Tänzerinnen und Tänzer von den Zuschauern mit viel Applaus belohnt.

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