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08.06.2009

Textilien höchster Qualität und eine Prozession

Mit der traditionellen Fronleichnamsprozession begehen die beiden Stadtpfarreien Mariä Himmelfahrt und Zu den Heiligen Engeln am Donnerstag, 11. Juni, ein Hochfest im katholischen Kirchenjahr. Erstmals, und danach auch nur bis zum Sonntag, ist an Fronleichnam auch der reiche Bestand an Paramenten der Heilig-Kreuz-Kirche in einer Ausstellung zu sehen.

Landsberg Mit der traditionellen Fronleichnamsprozession begehen die beiden Stadtpfarreien Mariä Himmelfahrt und Zu den Heiligen Engeln am Donnerstag, 11. Juni, ein Hochfest im katholischen Kirchenjahr (siehe auch Infokasten). Nach dem Festgottesdienst im Pfarrhof des Pfarrzentrums Mariä Himmelfahrt führt die Prozession durch die Innenstadt. Dabei begleiten die Gläubigen die vom Priester getragene Monstranz mit dem Allerheiligsten zu vier Außenaltären. Erstmals, und danach auch nur bis zum Sonntag, ist an Fronleichnam auch der reiche Bestand an Paramenten der Heilig-Kreuz-Kirche in einer Ausstellung zu sehen. Die im Kirchenraum und in der Liturgie verwendeten Textilien sind künstlerisch aufwendig gestaltet und werden während mehrerer Führungen gezeigt.

Als Geschenk gestiftet und bei Gottesdiensten verwendet

Seit der Gründung im Jahr 1576 hat sich das Jesuitenkolleg auf dem Leitenberg der besonderen Förderung des Grafen Schwickhardt von Helfenstein und seiner Gattin sowie der Unterstützung des bayerischen Herzogshauses und des Augsburger Patriziats erfreut, sagt Dr. Heide Weißhaar-Kiem. Dies zeige sich vor allem auch bei der Ausstattung der Kirchen. Neben Gemälden von Münchner Hofkünstlern für die erste Kirche wurden auch die Paramente, also textile Ausstattungsgegenstände, in höchster Qualität als Geschenke gestiftet und bei festlichen Gottesdiensten verwendet.

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Der für die erste und dann auch für die zweite, die heutige Heilig-Kreuz-Kirche, entstandene Paramentenbestand ist laut Heide Weißhaar-Kiem fast vollständig erhalten und stets gepflegt worden. Landsberg stelle eine große Ausnahme dar. Ganz im Gegensatz zu den meisten aufgelassenen Klöstern im Königreich Bayern, bei deren Textilbeständen während der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Regel unersetzbare Verluste entstanden sind.

Ein Überblick über den gesamten Bestand

"Um so erfreulicher ist, dass seit einigen Jahren die Antependien der Heilig-Kreuz-Kirche an Festtagen wieder aufgestellt werden", sagt Franz Bernhard Weißhaar. Auch der neue Zelebrationsaltar biete Möglichkeit zu ihrer Verwendung. Der Öffentlichkeit soll nun ein Überblick über den gesamten Bestand gegeben werden: durch die Präsentation einer Auswahl von Textilarbeiten in der Sakristei und von Antependien in der Kirche. Der Historische Verein Landsberg, die Ammerseeheimatforscher sowie der Katholische Frauenbund Landsberg und weitere Gruppierungen haben ihre Besuche bereits angesagt.

Führungen Verantwortlich für die Ausstellung ist die Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt. Die Führungen bieten Dr. Heide Weißhaar-Kiem und Professor Franz Bernhard Weißhaar aus Landsberg an. Folgende Termine sind vorgesehen: Donnerstag, 11. Juni (Fronleichnam), 14 bis 17 Uhr; Freitag, 12. Juni, 10 bis 12 Uhr und 14.30 bis 17 Uhr; Samstag, 13. Juni, 10 bis 12 Uhr und 14.30 bis 17 Uhr; Sonntag, 14. Juni, 14.30 bis 17 Uhr. Die Führungen beginnen jeweils zur vollen und halben Stunde am Zugang zur Sakristei.

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