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Kreisseniorenheime

08.12.2014

Theresienbad ist schon lange nicht mehr voll belegt

Die normale Pflege wird kaum noch nachgefragt. Deshalb muss sich das Angebot ändern

Voll belegt ist das kreiseigene Seniorenheim Theresienbad Greifenberg schon lange nicht mehr. Im Wirtschaftsplan für das kommende Jahr ist somit eine Unterdeckung in Höhe von 195000 Euro ausgewiesen. Im anderen Kreisseniorenheim in Vilgertshofen läuft es dagegen nicht so schlecht, wie Thomas Söldner, Leiter beider Heime, im Kreis- und Finanzausschuss berichtete. Vilgertshofen soll nun Vorbild sein, man wolle in Greifenberg auf geänderte Bedürfnisse eingehen.

Derzeit werden im Theresienbad 125 pflegebedürftige und fünf rüstige Bewohner betreut. Vor zehn Jahren hatte das Greifenberger Seniorenheim aber noch eine Belegung von insgesamt 145 Betten. Dementsprechend unerfreulich die Nachrichten für das kommende Jahr: „Wir planen mit einer Unterdeckung von 195000 Euro“, so Söldner. Dabei habe man nicht mit einer besonders optimistischen – sondern sogar sehr realistischen Belegung gerechnet. „Das sind die Belegungszahlen vom Oktober 2014“, erklärte der Leiter der Kreisseniorenheime den Ausschüssen. Das Pflegeheim in Vilgertshofen habe eine voraussichtliche Unterdeckung von 120000 Euro im kommenden Jahr.

Positives aus 2014 gab es dennoch: „Wir haben wesentlich höhere Pflegesätze erhalten als erwartet.“ Das sei auch dem Heim in Vilgertshofen zugutegekommen. Zudem sei dieses Seniorenheim gut belegt. Bereits seit zehn Jahren wurden nahezu ununterbrochen fast alle der 83 Betten gebraucht. „Hier haben wir rechtzeitig sinnvolle Maßnahmen getroffen“, meinte Thomas Söldner. „Die sollen uns nun eine Leitlinie für Greifenberg sein.“

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Eigenkapitalausstattung soll verbessert werden

Im Theresienbad müsse man das Angebot nun „peu à peu auf die geänderte Nachfrage“ ausrichten. „Zum Beispiel wollen wir die Bereiche Demenz- oder Palliativpflege ausbauen.“ Im normalen Pflegebereich herrsche kaum mehr Nachfrage, deswegen müsse man mehr anbieten, um die Belegung der Betten langfristig zu sichern.

Landrat Thomas Eichinger schlug außerdem vor, die Eigenkapitalausstattung der Heime zu verbessern – damit sollten die Seniorenheime entlastet werden. Die Zinsen und die Tilgung leiste weiterhin der Landkreis als Träger. Beide Ausschüsse nahmen die Wirtschaftspläne für Greifenberg und Vilgertshofen einstimmig an. (jar)

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