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Igling

25.02.2020

Tierdrama in Igling: Die Katzen wurden erschlagen

Auch die Katze Findus der Familie Ulm aus Igling war unter den Opfern.
Bild: Familie Ulm

Plus Die Katzen, die bei Igling gefunden wurden, sind erschlagen worden und stammen aus dem gleichen Wohngebiet. Wie Tierschützer den Täter finden wollen.

In Igling hat es offensichtlich ein Unbekannter auf Katzen abgesehen. Wie berichtet, wurden am Wochenende auf dem Mittelstreifen der B17 bei Igling Katzenkadaver entdeckt. Sechs tote Tiere wurden jetzt von einem Tierarzt untersucht. Sie weisen ähnliche Verletzungen auf und stammen alle aus dem gleichen Wohngebiet in Igling. Tierschützer stellen einen Zusammenhang mit einem anderen Fall von Tierquälerei in Igling her.

Aufmerksam auf die toten Tiere wurde der Verein Katzentatzen aus Moorenweis, der sich auch um Fundtiere, Todfunde und Kastrationsaktionen im Landkreis Landsberg kümmert. Die Stelle unter einer Brücke zwischen Kaufering und Igling ist schwer einsehbar, dort hatte ein Mann aus dem Umfeld des Vereins beim Vorbeifahren eine tote Katze entdeckt. Von der Brücke bot sich ihm ein schlimmer Anblick: Katzen in unterschiedlichem Verwesungszustand lagen dort oder hingen im Gebüsch. Die Stelle ist schwer erreichbar und am Montag hat das Straßenbauamt dort sechs Kadaver geborgen, wie die Vorsitzende von Katzentatzen, Andrea Mittermeir, sagt. Insgesamt lagen dort nicht sieben Tiere, wie ursprünglich angenommen, sondern acht tote Katzen. An der Stelle unter der Brücke waren bereits im Juli vier tote Katzen gefunden worden.

Andrea Mittermeir vom Verein Katzentatzen zeigt betroffenen Katzenhaltern den Fundort der toten Katzen an der B17 zwischen Kaufering und Igling.
Bild: Thorsten Jordan

Anhand ihrer Chip-Kennzeichnungen konnten die sechs untersuchten Tiere ihren Besitzern zugeordnet werden, sagt Andrea Mittermeir. Sie lebten alle im gleichen Wohngebiet in Igling. Mittermeir suchte am Montagabend noch eine Familie mit Kindern auf und teilte ihr den Tod des Haustiers mit. „Die Kinder haben geweint.“

Tierdrama in Igling: Die Katzen wurden erschlagen

Die Schädel waren zertrümmert

Die toten Katzen wurde noch am Montag von einer Tierärztin in Fürstenfeldbruck untersucht. Die Veterinärmedizinerin habe bei allen Tieren ähnliche Verletzungen gefunden, sagt Mittermeir: zertrümmerte Schädel oder ein zertrümmertes Rückgrat. Wie geht es jetzt weiter? Zwei Katzenhalter haben am Montag schon bei der Polizei Anzeige erstattet. Andrea Mittermeir will nun die Erkenntnisse der Untersuchung der Kadaver an die Polizei weitergeben und auch das Gespräch mit den Bürgermeistern von Igling und Kaufering suchen.

Auf dem Mittelstreifen unter dieser Brücke zwischen Kaufering und Igling lagen die acht toten Katzen.
Bild: Thorsten Jordan

Außerdem haben sich weitere Tierschutzorganisationen eingeschaltet. Der Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes ist mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gegangen. Die Präsidentin Ilona Wojahn sieht auch einen Zusammenhang zu den toten Tauben, die vor einigen Tagen bei Igling gefunden worden waren. Das LT berichtete über diesen Vorfall. Ilona Wojahn befürchtet, dass ein Tierquäler am Werk ist. Diesem müsse schnellstens das Handwerk gelegt werden. „Er tötet nicht nur wehrlose Tiere, er bringt viel Leid über deren Halter.“ Acht bayerische Tierschutzvereine haben eine Belohnung für Hinweise auf den Täter ausgesetzt. Es stehen 5000 Euro zur Verfügung für Informationen, um des Täters habhaft zu werden.

Hinweise werden auch vertraulich entgegengenommen von Andrea Mittermeir (Katzentatzen), Telefon 0175/9775983, oder der Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern, Tessy Lödermann, Telefon 0152/28628307.

Einen Kommentar zum Thema lesen Sie hier: Tierdrama bei Igling: Tote Katzen untersuchen!

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