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Landkreis Landsberg

21.05.2015

Tote Königinnen

Der umgekippte Bienenkasten, in dem sich 13 potenzielle Zuchtköniginnen befanden. 
Bild:  Franz Künzner

Unbekannte verschleppen in Windach einen Bienenkasten. Das kostete 13 Tiere das Leben

Erneut beklagt ein Bienenhalter in Windach einen Übergriff auf seine Imkerei. Nachdem im April bei einem Kollegen eine Königin aus einem Stock gestohlen worden war, meldet der Bienenhalter Franz Künzner nun den Verlust 13 potenzieller Königinnen, die kurz davor waren, zu schlüpfen, als ihr Bienenkasten von Unbekannten weggetragen wurde und dabei auf den Boden fiel. Durch die Erschütterung seien die fast schlupffertigen Tiere verendet.

Das geschah, so berichtet der Hobbyimker, in der Nacht auf Sonntag an einem Bienenstand östlich von Windach auf einem Privatgrundstück kurz vor dem nach Neugreifenberg führenden Steg über die Windach. Der Täter umwickelte den Kasten mit Frischhaltefolie. Dann habe er den etwa 20 Kilogramm schweren Kasten über das Grundstück getragen, einmal abgesetzt, sei weitergegangen und habe das Behältnis über ein Gatter gereicht. Das lasse vermuten, dass es sich um mehrere Täter handle, so Künzner weiter. Nach 100 Metern sei der Kasten auf den Weg gefallen, umgestoßen worden und sei kopfüber liegengeblieben.

Was die Täter nicht wussten: In dem Kasten waren 13 Zuchtköniginnen kurz vor dem Schlupf. In der Phase sei die leichteste Erschütterung der sichere Tod. Die Maden hingen nur mit dünnen Fäden an den Weiselzellen, die sie mit Nahrung versorgen. Reißen bei einer Erschütterung diese Fäden, seien die Tiere von ihrem Futtervorrat abgeschnitten und gingen ein, sagt der Imker. Über die Motive der Diebe rätselt Künzner: Bienenprofis seien es wohl nicht gewesen, es sei eher im Übermut gehandelt worden, glaubt der Geschädigte, der den Vorfall bei der Polizei nicht anzeigen will.

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