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Adventskonzert

11.12.2017

Träume am winterlichen Lech

Die Stadtkapelle Landsberg unter dem Dirigat von Daniela Wolf nahm die Zuhörer mit auf eine winterliche Reise.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Stadtkapelle präsentiert in der Stadtpfarrkirche anspruchsvolle Kompositionen. Eine willkommene Einkehr abseits des Gedränges

Wer nur wenige Schritte abseits des Christkindlmarkt-Gedränges vor Glühwein- und Schmankerln-Buden nach innerer Einkehr und Ruhe suchte, konnte sich in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit einem musikalischen Hochgenuss auf das Weihnachtsfest einstimmen lassen.

Neben kommunaler Politprominenz folgten zahlreiche Besucher einer Einladung zum Adventskonzert der Stadtkapelle Landsberg, die sich unter dem Dirigat von Daniela Wolf zunehmender Beliebtheit erfreut. Seit Sommer gab es sieben Neuzugänge, die Stimmung sei super, es mache einfach großen Spaß mitzuwirken, so Klarinettistin Verena Buchner, die charmant durch das Programm führte und mit kleinen Geschichten die Kompositionen erklärte. Bereits der fulminante Auftakt mit „Crown Him with Many Crowns“ von James Swearingen, mit beherzten Fanfarenklängen, üppigen Harmonisierungen, raumfüllend unterstützt von Marianne Lösch an der Kirchenorgel, ließ erkennen, hier wurde besondere Weihnachtsmusik ausgewählt.

Zu „Heaven’s Light“, das Stephen Reineke für eine bei einem Feuersturm ums Leben gekommene junge Musikerin schrieb, begannen die Querflöten mit leisen Tönen, und die langsamen Passagen wurden von einfühlsamen Percussionklängen harmonisch untermalt. „Imagasy“ bot ein facettenreiches Klangerlebnis mit verhaltenen und voluminösen Passagen. Das kreative Blechbläserensemble, bestehend aus Rosalie Wiedner (Trompete), Aaron Wiedner (Horn), Rainer Hach (Posaune), Robert Eichenseher (Trompete) und Gottfried Sparrer (Tuba), gab im vorderen Altarraum mit „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Have Yourself a Merry Little Christmas“ eine beeindruckende Vorstellung vom breiten Spektrum seines Könnens, was mit großem Beifall belohnt wurde. Zu Auszügen aus dem Klassiker „Memoial Suite in C Minor“ reihte sich das Ensemble wieder in das große Orchester ein, und der amerikanische Weihnachtsklassiker „The Most Wonderful Time oft The Year“ berührte zutiefst.

Mit „Shenandoah“, dem sanft dahinfließenden, in der Wintersonne glitzernden Gewässer, entführten die Musiker einfühlsam in zauberhafte Landschaften einer magischen weißen Winterlandschaft in Virginia, dabei könnten sich die Besucher auch an den winterlichen Lech träumen, schlug Verena Buchner vor. Die weltweit bekannten, zauberhaften Klänge aus „Cinderella’s Dance – Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda regten zum Mitsummen an. Scenes from „The Nutcracker“ von Tschaikowsky, temperamentvoll mit anmutigen Solopassagen und wohl temperierten Tutti-Abschnitten, setzten „Klara’s Traum“ berührend in Szene. Nach langem Applaus gab es mit „Tochter Zion freue dich“ als Zugabe ein Finale mit magischen Impressionen von Kilian Sparrer, Rosalie Wiedner und Oliver Hahn als Fanfarenbläser auf der Kanzel, auch im Hinblick auf Daniela Wolf, die zusammen mit den Musikern gefeiert wurde.

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