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Landsberg

11.06.2019

Trödel und Gitarrenklänge am Mutterturm in Landsberg

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3 Bilder
Auf Picknickdecken lagerten die Konzertbesucher und genossen den ersten Abend von "Live im Park" mit einem Konzert der Gitarristin Betty Baldauf.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Saison von „Live im Park“  startet mit einem Flohmarkt im Herkomerpark. Dort tritt auch die Gitarristin Betty Baldauf  auf.

Ganz locker und entspannt ging es beim Start der Veranstaltungsreihe des Herkomer Museums „Live im Park“ im Herkomerpark zu: Bei idealem Wetter bummelten viele Besucher an den Flohmarktständen entlang, legten sich auf ihre Picknickdecken in den lichten Schatten der hohen Bäume und blickten durchs Blattgrün in das sommerliche Blau des Himmels, während Betty Baldauf ihrer Gitarre zarte Töne entlockte.

Mehr zum Thema: Livemusik zwischen Lech und Industriebau Besucher lassen Töpfer in Landsberg nicht im Stich

Die Bratensülze kommt bis an die Picknickdecke

Entschleunigen und relaxen an einem der schönsten Plätze der Region, statt sich in den Pfingstferienstau gen Süden einzureihen – viele Landsberger hatten erkannt, dass es sich auch zuhause wie „Gott in Frankreich“ leben lässt und dazu schaffte „Live im Park“ zusammen mit dem Team von Café am Mutterturm den passenden Rahmen. Dieses passte seine Öffnungszeiten der Veranstaltung an und brachte Hungrigen die bestellte Bratensülze sogar direkt bis an die Picknickdecke.

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„Es geht wenig, aber wir sind ja wegen der Gaudi hier. Das Geld, das man einnimmt, gibt man sowieso wieder aus, weil man selber etwas Tolles bei einem anderen Stand findet“, sagen gut gelaunt Helga Mock, Mehrema Hukic und Barbara Stamm, die Tisch an Tisch direkt am Mutterturm Flohmarktwaren anboten.

Vor allem Gebrauchswaren lassen sich gut verkaufen wie Kristallgläser, Deko dagegen weniger, sagt Stamm. Der Renner bei ihr waren Dinge aus der „guten, alten Zeit“ wie blecherne Wärmflaschen und mechanische Küchenwaagen. Sehr gut verkauft hat sie auch Winteranoraks und -Stiefel – da hat jemand bei sommerlicher Hitze schon an den nächsten Winter gedacht.

Kleider von drei Schwestern zum Verkauf

So wie Ivonne aus Pitzling: Sie hat sich vorsorglich mit einer Mütze eingedeckt, ihr Mann Paul hat Krimis für sie erstanden. „Der Flohmarkt ist toll organisiert“, lobt Stamm und regt gleichzeitig, wie viele andere Flohmarktverkäufer an, dass es den Nachtflohmarkt in der Innenstadt wieder geben sollte. Die Bandbreite an Waren ist groß: Vom goldenen Abendtäschchen bis zu edlen Parfümflakons, Schuhe, Taschen und Kleidung in großer Auswahl, Kinderspielzeug, Lampenschirme, Porzellanpferde, Militärzeitschriften und -Mütze, Schmuck und Kupferkessel. Sehr ausgefallene Mode und selbst genähte Jeanstaschen gibt es bei Elisabeth Bauer aus Windach. „Ich habe drei Schwestern, die oft ihre Kleiderschränke ausmisten“, erklärt sie ihr buntes Angebot.

Mit „Ain‘t no Sunshine“ geht es los

Mit einer Interpretation von „Ain’t no sunshine“ begann Betty Baldauf ihr musikalisches Programm vor voll besetzten Sitzbänken.

Die 21-jährige Landsbergerin, die als Kind mit Blockflöte und Saxofon begann, bevor sie die Gitarre für sich entdeckte, studiert seit 1,5 Jahren Musikwissenschaften in München. Dort tritt sie gelegentlich auch auf, zumeist in Konzertsälen.

Dass sich hier viele Menschen weiter unterhalten, während sie Musik macht, stört sie aber gar nicht. „Die Stimmung meiner Lieder überträgt sich trotzdem auf die Zuhörer“, hat sie bemerkt. Ihre ganze Familie samt Freund, Oma und Hund ist gekommen, um sie zu unterstützen.

Gitarrenmusik versetzt in heiter-melancholische Stimmung

Die Gitarrenstücke aus vielen Ländern verleihen dem Herkomerpark eine heiter-melancholisch-friedliche Stimmung. Und während die Sonne sinkt, den Park in immer milderes Licht taucht, spielt Baldauf eines ihrer Lieblingsstücke als Zugabe, „Ocean“ von John Butler, einem australischen Virtuosen auf der Gitarre, „ein Stück, das viel Interpretationsfreiheit lässt“, so Baldauf.

Die nächsten kostenlosen Live im Park-Konzerte finden am 5. Juli statt, aber nur bei gutem Wetter.

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