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Initiative

11.06.2012

Tunnelsanierung: Bürger wollen mitreden

Auf dieser Grafik ist die Behelfsstraße angezeigt. Die Echinger Bürger wollen bei der Tunnelsanierung mitreden und haben eine Initiative gegründet.

Anlieger der Echinger Seestraße haben sich zusammengeschlossen

In Eching hat sich im Zusammenhang mit der 2014 anstehenden Sanierung des Echinger Autobahntunnels eine Bürgerinitiative (BI) gegründet. Bürgermeister Siegfried Luge informierte darüber in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

In der Bürgerversammlung vor zwei Wochen hatte Luge seine bisherigen Informationen zur Planung dargelegt. Der Tunnel muss saniert werden, um den aktuellen Sicherheitsstandards zu genügen. Während dies beim Tunnel in Etterschlag mit einer Umleitung außen laut den Experten recht einfach zu machen ist, haben die Straßenbauer in Eching relativ wenig Spielraum.

Wie berichtet fürchtet die Autobahndirektion einen zu hohen volkswirtschaftlichen Schaden, wenn der gesamte Autobahnverkehr während der Sanierung im Tunnel bleibt. Die Staus würden zu lange, so die Prognose, außerdem können die Bauarbeiten im Tunnel nicht so schnell durchgezogen werden, wie Baudirektor Gernot Rodehack vor zwei Wochen dem LT erläuterte. So ist angedacht, den Autobahnverkehr Richtung München über die Staatsstraße an Eching vorbeizuleiten. Die Autos werden im Westen vor dem Tunnel ausgeleitet und im Osten vor der Brücke wieder zurückgeführt auf die A96.

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Richtung Landsberg auf der offiziellen Umleitung

Parallel dazu soll der Radweg von Eching nach Stegen für den restlichen Verkehr während der Sanierungsphase ausgebaut werden. Wer Richtung Landsberg will, muss der offiziellen Umleitung nach, dann auf dieser Behelfsstraße nach Stegen und in Inning auf die Autobahn retour Richtung Landsberg fahren. Da die Staatsstraße in dieser Planung zur Ersatzautobahn umgemodelt wird, kann der Kreisel nicht mehr genutzt werden und es muss Echings Norden mit dem Süden über eine Brücke verbunden werden, die östlich des Einkaufszentrums geplant ist. Im Süden ist eine Kurve geplant, bis die Brückenstraße im Bereich der Seestraße an die Ersatzstraße anschließt. Für Anlieger dort heißt dies, dass sie eine starke Verkehrsbelastung fürchten müssen. Acht Anlieger haben sich am Montag getroffen, wie Andreas Gleiser vom gleichnamigen Autohaus an der Seestraße erzählt. „Wir sind direkt an der Umleitung“, so Gleiser, der ein riesiges Verkehrschaos prognostiziert. Nach der Bürgerversammlung habe so mancher gefragt, ob das ein Aprilscherz sei, erzählt Gleiser.

Der BI geht es laut Gleiser vor allem darum, ausreichend informiert zu werden und auch die Echinger Belange einzubringen. „Wir wollen versuchen, das Bestmögliche für Eching zu erreichen“, sagt Gleiser. Er will jedoch keine Konfrontation mit der Autobahndirektion, „sondern eine Lösung, die für alle vertretbar ist“. Dies gehe auch nur mit der Gemeinde Eching und den Echinger Bürgern.

Bei Luge hatte die BI wegen der Planungsunterlagen angefragt, die die Gemeinde hat. Der Bürgermeister will diese jedoch erst nach Rücksprache mit der Autobahndirektion weitergeben.

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