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Leader

28.09.2014

Über 50 Bürger diskutieren in sechs Gruppen

Beim ersten Bürgerworkshop diskutierten über 50 Interessierte im Ammerseegymnasium in verschiedenen Arbeitskreisen über Themenfelder zur Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) für die neue Leader-Förderperiode.
Bild: Stephanie Millonig

Workshop im Ammerseegymasium. Was muss getan werden in der Region?

Über 50 Interessierte haben sich in einem ersten Bürgerworkshop im Ammerseegymnasium getroffen und sich in sechs Arbeitskreisen über die gewünschte Entwicklung der Region Gedanken gemacht. Entwickelt werden soll wie berichtet die sogenannte Lokale Entwicklungsstrategie (LES) als Leitbild für die nächste Förderperiode des EU-Förderprogramms Leader. Detlef Däke erläuterte zu Beginn die Vorgehensweise, bis ende November muss das Strategiepapier vorliegen. Däke ist Vorstandsmitglied der Lokalen Aktionsgruppe Ammersee und über seine Firma beauftragt den Prozess für LES zu steuern.

Gefördert wird Leader aus dem ELER-Fonds, über den eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes angestoßen werden soll. Übergeordnete Themen sind nach ELER Umweltschutz, der Klimawandel und seine Auswirkungen, die Auseinandersetzung mit der demografischen Entwicklung und Bürgerbeteiligung.

In Dießen ging es in einem ersten Schritt darum, die Swot-Analyse, das heißt die Stärken-Schwächen-Analyse aus der vergangenen Förderperiode zu überarbeiten. „Wie bewerten wir uns heute anders“, hieß für Däke die Fragestellung. Eigentlich gab der Moderator den Arbeitskreisen mit auf den Weg Handlungsfelder zu verdichten und allgemeine Zielvorstellungen zu verdichten, aber nicht gleich konkrete Ziele oder Projekte zu formulieren.

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Doch in den Gruppen wurde freilich schon über ganz konkrete Projekte gesprochen, wie über einen Ringbus um den See. Eines war bei fast allen Arbeitskreis-Ressorts ein Thema: Der Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung der Orte rund um den See und in der Region. Bereits existent ist wie berichtet eine einfache Plattform, auf der über Leader diskutierte werden kann, gefordert wurde aber auch, dass verschiedene Homepages verlinkt werden. Sich als gemeinsame Marke zu vermarkten war eine weitere Forderung.

Wer zwischen den verschiedenen Arbeitskreisen wandelte, konnte aber auch erkennen, dass die Interessenslagen oft sehr unterschiedlich sind, was sich auch an den Teilnehmern manifestiert. Denn die meisten Workshop-Besucher sind entweder amtierende oder frühere Gemeinderäte oder sie sind Ehrenamtliche, die sich zumeist auf bestimmten Feldern engagieren sei es nun beim Bund Naturschutz, der Regionalwährung Ammerlechttaler, dem Klassikfestival AmmerSeerenaden, dem Förderverein „Prähistorische Siedlung Pestenacker“ oder beim Verein „Ammersee-Ostufer für Mensch und Natur.

Nur wenige sind nicht organisiert wie beispielsweise Herbert Riegger aus Fischen, der sich schon in der vergangenen Leader-Periode einbrachte. Als damals der Leaderprozess stockte – damals kam es wegen des Wechsels einiger Verantwortungsträger aufgrund der Kommunalwahl 2008 zu einer Stagnation – habe man sich kleinräumig mit dem Bereich Fischen beschäftigt, erzählt Riegger. Und da liegen ihm die Themen Verlandung der Fischener Bucht und Radweg an der Birkenallee am Herzen.

Zum Schluss stellten die Arbeitskreise ihre Erkenntnisse vor und es kristallisieren sich drei große Themen heraus, die es in der nächsten Leaderperiode zu beackern gilt: Die demografische Entwicklung und wie ihr begegnet werden kann, das Thema Mobilität, das heißt Verkehr und mangelnde Anbindungen in der Region und die mentale Vernetzung, das heißt, wie könnte man sich vernetzen, dass der Ammersee als Region wahrgenommen wird.

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