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Kaufering

28.01.2018

Über 600 Bürger wollen die Kandidaten sehen

Die Kauferinger Bürgermeisterkandidaten diskutierten in der Lechauhalle (von links): Dagmar Kramer (Freie Wähler), Bärbel Wagener-Bühler (Kauferinger Mitte), Thomas Salzberger (SPD), Gabriele Uitz (CSU), Andreas Keller (Bündnis 90/Die Grünen)
Bild: Thorsten Jordan

Um das Bürgermeisteramt in Kaufering bewerben sich fünf Kandidaten. Bei einer von unserer Zeitung präsentierten Podiumsdiskussion in der Lechauhalle ist das Interesse groß. Was die Kauferinger wissen wollen.

In knapp fünf Wochen wird in Kaufering ein neuer Bürgermeister gewählt. Dass das Thema die Bürger im Ort beschäftigt, zeigte sich bei der vom Landsberger Tagblatt präsentierten Podiumsdiskussion in der Lechauhalle, die aus allen Nähten zu platzen drohte, so groß war der Besucherandrang. Weit über 600 Personen verfolgten den von LT-Redakteur Dominic Wimmer moderierten Schlagabtausch, bei dem sich die fünf Kandidaten zunächst acht Themenbereichen widmeten und dann die Fragen des Publikums beantworteten.

Am Sonntag, 4. März, haben die Kauferinger die Wahl. Fünf Kandidaten bewerben sich um das Amt des Bürgermeisters: Andreas Keller (GAL), Dagmar Kramer (Freie Wähler), Thomas Salzberger (SPD), Gabriele Uitz (CSU) und Bärbel Wagener-Bühler (Kauferinger Mitte). Sie alle wurden zu Beginn der Podiumsdiskussion von Dominic Wimmer vorgestellt und durften sagen, warum sie sich für den geeigneten Bürgermeister halten. Danach wurden acht Komplexe behandelt. Jeder Kandidat hatte zwei Minuten Zeit, sich zu den Themen Finanzen, bezahlbarer Wohnraum, Gewerbeansiedlung, Nahwärme, Trinkwasserversorgung, Ortsentwicklung, Sanierungsstau und Miteinander im Marktgemeinderat zu äußern.

Die Tempo-30-Zone beschäftigt die Bürger

Danach hatten die Besucher die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ein Thema, das die Kauferinger immer noch beschäftigt, ist die vom Marktgemeinderat beschlossene flächendeckende Einführung von Tempo-30-Zonen im Ort, mit der auch die Rechts-vor-links-Regelung einher geht. Andreas Keller hatte sich für die konsequente Umsetzung eingesetzt und sagte, es stehe nicht im Vordergrund, zügig durch Kaufering zu kommen, sondern Lärm und Dreck zu verringern. Dagmar Kramer, die eine Unterschriftenaktion für ein leistungsstarkes Vorfahrtsstraßennetz initiiert hatte, kritisierte Keller dafür. Er wohne im Altort so idyllisch. Dort komme sowieso niemand mit dem Auto vorbei.

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Gabriele Uitz sprach von einem untragbaren Konzept, das durch den Ratsbeschluss auszuhebeln sei, wenn sich neue Gesichtspunkte ergeben. Dies könnte nach einer rechtlichen Überprüfung der Fall sein, die Bärbel Wagener-Bühler anregte. Ihrer Meinung nach wird der Verkehrslärm in einer Tempo-30-Zone nicht spürbar geringer. Thomas Salzberger verwies auf den Beschluss des Marktgemeinderates, gegen den seine Fraktion gewesen sei. Er sprach sich dafür aus, die Situation jedes halbe Jahr zu prüfen. Einig waren sich die Kandidaten darin, dass die Einhaltung der Geschwindigkeit nicht sofort kontrolliert werden soll. Zunächst sollten an neuralgischen Punkten Displays (Lachgesichter) aufgestellt werden, die die Geschwindigkeit anzeigen.

Bei manchen Themen sind sich alle einig

Bei anderen Themen, die von Bürgern angesprochen wurden, waren kaum Unterschiede zwischen den Kandidaten auszumachen. Etwa beim Seniorenstift, das alle erhalten möchten. Thomas Salzberger und Bärbel Wagener-Bühler machten sich dafür stark, das Angebot auszuweiten. Die Kandidatin der Kauferinger Mitte kann sich vorstellen, eine Altenhilfe oder Betreutes Wohnen auf dem Gelände des ehemaligen Schmitterbauerhofs im Dorf zu errichten. Gut aufgestellt sehen die Kandidaten den Markt im Bereich der Kultur. Gabriele Uitz sagte, sie habe im Gespräch mit dem Kulturreferenten erfahren, dass das Angebot zu wenig genutzt werde. Bärbel Wagener-Bühler kritisierte, dass der Zuschuss für Kauferinger Kinder, die die Musikschule in Landsberg besuchen, abgeschafft wurde.

Eine Frage galt der Zukunft der Soccerhalle am Lechtalbad. Dort hat der Landkreis Asylsuchende untergebracht. Bis Ende 2019 soll die Halle noch belegt sein. Danach sei Schluss, sagte Gabriele Uitz, sie habe das durchgesetzt. Bärbel Wagener-Bühler wollte wissen, ob der Landrat das bestätigen kann. Thomas Eichinger, ebenso wie Bundestagsabgeordneter Michael Kießling als Gast der Podiumsdiskussion, äußerte sich aber nicht dazu.

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