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Dauerregen

22.05.2019

Überflutete Wiesen und vollgelaufene Keller

Überflutete Felder an der Windach bei Obermühlhausen sind eine Folge des Regens.
Bild: Thorsten Jordan

Vor allem im Raum Dießen gab es gestern für die Feuerwehr viel zu tun

Tief „Axel“ hat uns in den vergangenen 24 Stunden reichlich Regen beschert. Im Landkreis Landsberg steigen die Pegel von Bächen und Flüssen. Vereinzelt können Wiesen das Wasser nicht mehr aufnehmen. So musste am Dienstagmorgen die Kreisstraße zwischen Dießen und Entraching wegen einer überfluteten Fahrbahn gesperrt werden. Auf einer Breite von zehn Metern und einer Höhe von 20 Zentimetern war Wasser vom Gruberberg geflossen und hatte sich in einer Senke gesammelt. Auch bei Rott wurde eine Straße überflutet.

Die Feuerwehren mussten immer wieder ausrücken, weil Keller vollgelaufen waren. Die Ammer, der Zulauf des Ammersees, erreichte am Vormittag in Weilheim die Meldestufe 3, war beim Hochwassernachrichtendienst Bayern zu lesen.

Im Landkreis selber sieht Kreisbrandinspektor Robert Waldhauser die Lage derzeit eher entspannt. „Es hat in erster Linie viel geregnet“, sagte er auf Nachfrage des LT. Rund 100 Liter pro Quadratmeter fielen nach den Aufzeichnungen der Landsberger Wetterstation zwischen Sonntagabend und Dienstagnachmittag. „Bisher gab es aber keine besonderen Vorkommnisse“, sagte Waldhauser. An Lech und Windach wurde die Hochwasser-Meldestufe 1 erreicht. Der Windachspeicher sei abgelassen worden, um Rückhalteraum zu schaffen, falls sich die Hochwasserlage verschärfen sollte, berichtete der Kreisbrandinspektor. Auch am Lech fließe deshalb zurzeit mehr Wasser ab. Die Ammer bringt viel Wasser in den Ammersee. Seit der Nacht von Sonntag auf Montag stieg der Seespiegel bis Dienstagabend um 37 Zentimeter auf 533,37 Meter über dem Meer, die erste Hochwasser-Meldestufe wäre bei 533,50 Metern erreicht. An Pfingsten 1999 lag der Seespiegel bei 534,88 Metern.

Überflutete Wiesen und vollgelaufene Keller

Laut Wetterbericht wird der Regen am Mittwoch aufhören. Am Wochenende könnte neuer Regen kommen, allerdings nicht mehr so viel wie jetzt. Danach könnte das Wetter wechselhaft bleiben. Parallelen zum Pfingsthochwasser 1999 sieht Waldhauser derzeit nicht: Damals hatte es noch mehr als jetzt geregnet (an zwei Tagen rund 170 Liter pro Quadratmeter) und auch schon in den Wochen zuvor war viel Regen gefallen, dazu wurde es an Pfingsten sehr warm, was zu einer verstärkten Schneeschmelze in den Bergen geführt habe, so der Kreisbrandinspektor weiter.

Das wetterbedingte Einsatzgeschehen bei den Feuerwehren spielte sich am Dienstag vor allem im Raum Dießen ab. Acht Einsätze meldete Kommandant Florian König, weitere Einsätze habe es in den Ortsteilen gegeben. Die Helfer seien zu überschwemmten Kellern gerufen worden, das Wasser sei in meisten Fällen etwa knöcheltief gestanden, in einem Haus jedoch rund eineinhalb Meter hoch. „Alles ruhig“, meldete Stadtbrandinspektor Christian Jungbauer mittags aus dem Landsberger Feuerwehrhaus. Es habe keinen wetterbedingten Einsatz gegeben. Ansonsten wusste er nur, „dass die alte B 17 bei der JVA leicht überflutet“ sei. (ger/wimd)

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