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Umweltschutz im Landkreis Landsberg: Sauber machen und bleiben

Umweltschutz im Landkreis Landsberg: Sauber machen und bleiben
Kommentar Von Dominic Wimmer
06.02.2020

Nur für Klima- und Umweltschutz protestieren - das ist zu wenig. Wen LT-Redakteur Dominic Wimmer in die Pflicht nimmt.

Zigarettenkippen, Verpackungen, Flaschen und anderer Unrat in Büschen und auf Grünstreifen: Wer aufmerksam an Straßen oder Fußwegen entlanggeht, sieht deutlich, wie achtlos viele von uns mit der Umwelt umgehen. Wir sind eine konsumorientierte Wegwerf-Gesellschaft. Statistisch gesehen produziert jeder Deutsche pro Jahr im Schnitt 226,5 Kilogramm reinen Verpackungsmüll. Das schlägt sich auch im Landkreis Landsberg nieder, wie die Statistiken der Abfallwirtschaft des Landratsamtes belegen. Und leider ist nicht jeder so gewissenhaft, seinen Einweg-Kaffeebecher, die Eisverpackung oder anderen Müll ordentlich zu entsorgen. Die Folgen für die Umwelt sind katastrophal. Das zeigt zum Beispiel auch der Anstieg des Mikroplastiks im und am Ammersee, über den unsere Zeitung kürzlich berichtet hat.

Hoffentlich machen so eifrige Helfer wie Kilian und Efe weiter

Die Bewegung Fridays for Future legt bei diesen Themen den Finger in die Wunden. Aber leider nehmen es ausgerechnet viele jugendliche Vertreter dieser Generation nicht so genau, danach auch zu leben. Denn ein Blick auf Schulwege, Bushaltestellen oder Bahnhöfe beweist, dass Müll achtlos liegengelassen oder weggeworfen wird. Und am Freitag geht man dann oft auf die Straße, um für Umwelt- und Klimaschutz zu demonstrieren – das passt nicht zusammen.

Aber es gibt auch etliche positive Beispiele. Viele Kinder und Jugendliche engagieren sich bereits in ihrer Schulzeit und in ihrer Freizeit, räumen auf, pflanzen Bäume und packen an. Wie zum Beispiel Kilian und Efe, die sich nicht zu schade sind, das aufzuräumen, was andere in der Natur entsorgen. Sie stehen zu dem, was sie als FFF-Demoteilnehmer fordern: „Nur Parolen rufen und demonstrieren, reicht nicht aus.“ Es bleibt zu hoffen, dass sie nach ihrem 1000. vollgestopften Eimer nicht aufhören und andere animieren können, ihnen zu helfen.

Lesen Sie dazu auch:Landsberg: Zwei Jungs sagen dem Müll den Kampf an

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