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05.11.2019

Unternehmer klagen über Bürokratie

IHK tagt in Denklingen

Ob sichere Energieversorgung, klimaneutrale Wirtschaft, effizienter Umgang mit Flächen oder die Bewältigung des Strukturwandels in der Automobilindustrie – viele Themen kamen bei der jüngsten Sitzung des IHK-Regionalausschusses Landsberg auf den Tisch. Dieses Mal tagte das Gremium mit IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl, Landrat Thomas Eichinger (CSU) und Vertretern der Wirtschaftsförderung in Denklingen. Alfons Hätscher, Geschäftsführer von Hirschvogel Umformtechnik, war Gastgeber des Treffens zwischen den Unternehmern aus dem Landkreis und der Kommunalpolitik.

Ein Brennpunktthema, das Gößl ansprach, war der Umgang mit Flächen. Starre Flächenkontingente lehne die IHK ab. „Das bedeutet einen Eingriff in die Planungshoheit und beschwört Konflikte zwischen den Nutzungsarten herauf“, machte Gößl deutlich. Stattdessen plädierte er für eine effizientere Flächennutzung bereits bebauter Flächen.

Zahlreiche Unternehmer äußerten ihren Unmut vor allem über die Bürokratisierung ihres Alltags, mehrjährige Wartezeiten beispielsweise auf Baugenehmigungen oder das Vorgehen Deutschlands bei der Umsetzung von EU-Regelungen in nationales Recht. Es wäre deshalb „schon ein großer Wurf“, so Hauptgeschäftsführer Gößl, „wenn es mehr politischen Mut gäbe, die kleineren Unternehmen gezielt von mehr Regelungen auszunehmen“.

Landrat Eichinger forderte, dass sich die Wirtschaft mit den Themen, die ihr unter den Nägeln brennen, vehementer in die öffentliche Diskussion einbringe. „Wohlstand und gute Zukunftsaussichten sind eng mit einer starken Wirtschaft vor Ort verknüpft.“ (lt)

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