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Eresing

21.08.2020

Unterschiedliche Meinungen sind dem neuen Eresinger Bürgermeister wichtig

Michael Klotz ist seit 1. Mai Bürgermeister in Eresing und muss sich unter anderem mit dem bau des neuen „KulturRathauses“ (im Hintergrund) in seiner Gemeinde beschäftigen.
Bild: Christian Rudnik

Plus Michael Klotz war 18 Jahre Gemeinderat, bevor er am 1. Mai sein Amt als Bürgermeister von Eresing antrat. Derzeit stehen viele spannende Projekte in der Gemeinde an. Eines davon betrifft seinen Amtssitz.

Bei den Kommunalwahlen im vergangenen März sind in mehreren Gemeinden im Landkreis neue Bürgermeister gewählt worden. Am 1. Mai sind sie ins Rathaus eingezogen. Im LT ziehen sie eine Bilanz nach 100 Tagen im Amt. Heute: Michael Klotz aus Eresing.

So wirklich neu und besonders aufregend ist es für Michael Klotz nicht, Bürgermeister der Gemeinde Eresing zu sein. Er konnte sich zumindest ungefähr ein Bild davon machen, was auf ihn zukommen würde: Der 47-Jährige hat in den vergangenen 18 Jahren als Gemeinderat bereits die Interessen des Ortes vertreten. Entsprechend sei ihm nach ausführlichen Gesprächen innerhalb der Familie und deren Zustimmung, die Bürgermeisterkandidatur für die Kommunalwahlen im März auch leicht gefallen.

Michael Klotz hat viel Freude am Bürgermeisteramt

Bereut hat er es bisher noch keinen einzigen Tag, das Amt bereite ihm viel Freude. Nach der erfolgreichen Wahl habe ihn der noch amtierende Bürgermeister Josef Loy mitgenommen, an das Amt herangeführt.

„Der Einstieg Anfang Mai war folglich kaum spürbar“, so Klotz. „Die Übergabe war nahtlos, es ist einfach losgegangen.“ Michael Klotz ist seitdem nicht mehr einer von zwölf Gemeinderäten, sondern deren Vorsitzender. Als solcher wolle er die sachliche Diskussion fördern. „Unterschiedliche Meinungen sind wichtig“, betonte der Eresinger Bürgermeister, das Ziel müsse aber stets sein, eine vernünftige Lösung zu finden – und diese trotz möglicher Differenzen, auch gemeinsam zu tragen. „Ordentlicher Umgang miteinander“, sagt Klotz und lobt den Gemeinderat: „Die Zusammenarbeit im Gremium läuft sehr gut.“

Wenn alles gut läuft ist das KulturHaus in Eresing Ende des Jahres fertig

Das sei auch wichtig, um gemeinsam anstehende Themen zu bearbeiten und fertigstellen zu können. Davon gibt es in der Gemeinde mit fast 2000 Einwohnern einige. „Die zwei größten Geschichten für den Ort sind derzeit "KulturRathaus’ und Dorfplatzgestaltung.“ Der Neubau des Hauses in der Dorfmitte für Bürgerbüro und Sitzungssaal sowie die Belange der örtlichen Vereine und der Dorfgemeinschaft gehe dem Ende entgegen, so Klotz. „Wenn alles gut läuft, dann ist das Haus bis Ende des Jahres bezugsfertig.“ Für die Gestaltung des Außenbereichs rund um den Dorfplatz sei ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

In vollem Gang sei die Verlegung von Glasfaser für schnelles Internet. Bei der Erweiterung des Gewerbegebiets an der Geltendorfer Straße habe die Gemeinde ihre Aufgaben erledigt. Dort seien derzeit mehrere Firmen am Bauen. „Das jüngste Baugebiet Feldstraße wird gerade fertiggestellt.“ Dort fehle noch die Tragschicht auf den Straßen. „Die Ausweisung weiterer Flächen für Wohnungsbau ist derzeit nicht geplant.“

Was geschieht mit dem Feuerwehrhaus in Eresing

Viele Gespräche gebe es bezüglich einer kommunalen Pflichtaufgabe, und auch ein Arbeitskreis sei schon länger aktiv: „Was geschieht mit dem Feuerwehrhaus?“ Einiges sei nicht mehr den Vorschriften entsprechend, betont der Bürgermeister. So müssten beispielsweise separate Umkleiden geschaffen werden – zusätzlich nach Männern und Frauen getrennt. Es sei zu prüfen, ob das im derzeitigen Feuerwehrhaus verwirklicht werden kann. Über ein Grundstück für einen möglicherweise notwendigen Neubau sei bisher nicht nachgedacht worden. Umwelt- und Energiethemen, wie sie bisher in einem Arbeitskreis behandelt wurden, seien Aufgabe des Bauausschusses. Überhaupt möchte der neue Bürgermeister möglichst viel im Gemeinderat behandeln. „Die Räte sind Multiplikatoren, sie sollen über alles informiert sein, um Fragen der Bürger beantworten zu können.“

Klotz baut auf Erweiterung der S-Bahn-Strecke

Seit vielen Jahren in Eresing präsent ist das Thema Verkehr. Aktuell wichtig sind Michael Klotz gefahrlose Radwegeverbindungen nach Schöffelding und Windach. Lösungen, wie der durch Eresing rollende, motorisierte Verkehr gelenkt werden könnte, müssten generell besprochen werden. Klotz baut einerseits auf die Erweiterung der S-Bahnstrecke bis Kaufering oder Buchloe und damit wesentlich weniger Pendlerverkehr Richtung Geltendorf. Die derzeit laufenden Gespräche empfindet er als recht positiv. Für eine immer wieder geforderte Umfahrung von Eresing seien viele kleine Schritte notwendig. Vor allem sei das nicht allein im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Eresing, da es sich um eine Kreisstraße handelt. Letztendlich bringe eine Umgehung, wie sie derzeit vorgesehen ist, nur eine Teillösung und eine Verlagerung des Lärms.

Interkommunal nennt der Bürgermeister die Sanierung des Schulhauses in Windach und der Kläranlage des Abwasserzweckverbands Geltendorf. Eresing ist bei beiden Maßnahmen als Verbandsmitglied gefordert. „Bei der Einrichtung eines Brunnens für die Wassernotversorgung hoffe ich immer noch auf eine gemeinsame Lösung der drei VG-Gemeinden“, so Michael Klotz.

Sanierung des Hochbehälters fast abgeschlossen

Die Sanierung des Hochbehälters der eigenen, Eresinger Wasserversorgung sei fast abgeschlossen. Die beiden erneuerten Kammern sollten nach letzten Prüfungen wieder benutzbar sein, hofft Bürgermeister Michael Klotz.

Ein großes Bauvorhaben, das die Gemeinde zwar nur tangiert, aber trotzdem eine Weile beschäftigen wird, ist der Neubau des Gymnasiums in Sankt Ottilien. Nach seinen Informationen ist als Beginn 2022 geplant. Das Klosterdorf sei wichtiger Ort innerhalb der Gemeinde Eresing, betont der Bürgermeister. „Eresing ist nicht allzu bekannt, Sankt Ottilien hingegen ist vielen Menschen ein Begriff.“

Lesen Sie dazu auch: In Finning wird das Wasser knapp


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